An Arbeit fehlt es nicht

Publiziert in 26 / 2015 - Erschienen am 15. Juli 2015
Programmatisches Dokument einstimmig genehmigt. Umfangreich und ambitioniert. Schlanders - Auf nicht weniger als 20 Seiten hat Bürgermeister Dieter Pinggera die Grundsätze, Ziele und Maßnahmen beschrieben und aufgelistet, die von der Gemeindeverwaltung bis 2020 umgesetzt werden sollen. Der Gemeinderat stimmte dem programmatischen Dokument des Bürgermeisters am 9. Juli einhellig zu. Im umfangreichen und ambitionierten Programm erläutert Pinggera nicht nur die bisherige Entwicklung und den derzeitigen Stand der Bereiche Kultur und Bildung, Familie, Jugend, Senioren, Gesundheit und Soziales, Arbeit und Wirtschaft, Raumordnung (Wohnen und Bauen), Natur- und Umweltschutz, Verkehr und Mobilität, Energie, Sicherheit und Zivilschutz sowie Sport und Freizeit, sondern führt auch die jeweils dazugehörigen konkreten Ziele und Maßnahmen an. Lange Liste von Maßnahmen Hier nur ein kleiner Teil der geplanten Vorhaben bzw. Maßnahmen: Begleitung und Unterstützung des Neubaus der Technischen Fachoberschule mit dazugehörigen Maßnahmen (Erweiterung Landesberufsschule, Turnhalle, Bibliothek, Schul­beratungsstelle und Tiefbauhalle), Umsetzung des zweiten Bauloses des Hauses der Dorfgemeinschaft Kortsch, Aufwertung bestehender und Errichtung neuer Kinderspielplätze, Bau einer Wohngemeinschaft und weiterer Seniorenwohnungen, Gemeinschaftspraxis der Hausärzte, Erhalt aller aktuellen Dienste sowie der Kernprimariate im Krankenhaus, Umsetzung des Stand­ortentwicklungskonzeptes Kasernenareal, langfristige Lösung der Frage des Marmorabtransports, Etablierung von Schlanders Marketing als dauerhafte Einrichtung, Aufwertung der Fußgängerzone, behutsame Öffnung des Kapuziner Angers in Absprache mit Eigentümer und Pächter, Neugestaltung der Kreuzung Eurospar und Stachelburgstraße, zweite vollwertige Citybus-Verbindung, Neugestaltung der Dorfplätze von Göflan und Vetzan, Kreisverkehr Göflan, Potenzierung der Stromproduktion, Primärkabine Schlanders-Latsch, schrittweiser Ausbau des Fernwärme­netzes in den Fraktionen (soweit verantwortungsvoll vertretbar), Gefahrenzonenplan, Felssicherungsarbeiten, Fertigstellung des Kunstrasenplatzes und des Skater-Parks im Sport- und Freizeitzentrum und viele weitere Vorhaben. „Viel Glück bei der Umsetzung“ Mehrere Vertreter der Mehrheit und Opposition sprachen von einem ausgewogenen, ehrgeizigen und themenreichen Programm. Erhard Alber (Süd-Tiroler Freiheit) wünschte der Verwaltung „viel Glück“ bei der Umsetzung. Ein besonders Augenmerk sei auf die Themen Kreisverkehr ­Göflan und Fernwärmeversorgung zu legen. Kunhilde Holzner von Marsoner freute sich über die sozialen und familienfreundlichen Ansätze im Programm. Solide Haushaltsgebarung Ebenfalls einstimmig ge­nehmigt hat der Gemeinderat die von Generalsekretär Georg ­Sagmeister vorgestellte Abschlussrechnung 2014. Wie auch Revisor Siegfried Wegmann bestätigte, sei die Haushaltsgebarung mit einem Kassastand von ca. 4 Mio. Euro, einem Bilanzvolumen von ca. 20 Mio. Euro und einer Restverschuldung von ca. 15 Mio. Euro durchaus solide. Laut dem Bürgermeister wolle sich die Verwaltung vermehrt um den Abbau von Rückständen, sprich die Tilgung bzw. Umschuldung von Darlehen bemühen. Einhellig zugestimmt hat der Gemeinderat auch einer Bilanzänderung im Gesamtausmaß von 3,6 Mio. Euro. Darin enthalten sind die geplanten Einnahmen und Ausgaben von 3 Großprojekten: 2. Baulos des Hauses der Dorfgemeinschaft Kortsch, Dorfplatz Göflan und Dorfplatz Vetzan. „Wir nehmen diese Bilanzänderung deshalb vor, um möglichst rasch zu den entsprechenden Landesbeiträgen zu kommen“, sagte Dieter Pinggera. Die Dorfplatzgestaltung in Göflan kostet übrigens ca. 1,75 Mio. Euro. Die Hälfte davon bestreitet die Fraktion Göflan. Vertreter für Gremien ernannt Jeweils einstimmig ernannt hat der Gemeinderat auch die Gemeindevertreter für mehrere Gremien. Für den 3-köpfigen Verwaltungsrat der Fernheizwerk Schlanders GmbH wurden der Bürgermeister und Julia Pircher ernannt. Für die SEL bleibt weiterhin Klaus Bracchetti Mitglied des Verwaltungsrates der Fernheizwerk GmbH. Im Bezirksrat wird die Gemeinde Schlanders auch künftig vom Bürgermeister und von Erhard Alber vertreten. Für den Sprengelbeirat der Bezirksgemeinschaft wurde Dunja Tassiello ernannt. Die Vertreter für das Konsortium WEG (Wassereinzugsgebiet der Etsch) heißen Dieter Pinggera und ­Reinhard Schwalt. In den Ausschuss des Jugenddienstes Mittelvinschgau wurde Maria Pilser entsandt. Für die Bildungsausschüsse ­Schlanders und Kortsch wurden Monika Habicher Wielander und Reinhard Schwalt ernannt. Im VEK (Vinschgauer Energiekonsortium) vertritt der Bürgermeister die Interessen der Gemeinde Schlanders. Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.