Laden zum Verweilen ein, die ausgedehnten Naturnser Böden, die bis an den Fuß des Naturnser Hochwartes (im Hintergrund) reichen.

Aschbach und die Naturnser Böden

Publiziert in 26 / 2012 - Erschienen am 4. Juli 2012
Von der alten Schwebebahn und der modernen Seilbahn nach Aschbach Lang müssen die Aschbacher nicht mehr warten, dann dürfen sie in eine neue, moderne Seilbahn steigen, die sie die 837 m hinab in den Rablander Ortsteil Saring schweben lässt. Die alte, von der Firma Salzburger Hölzl 1971 errichtete Schwebebahn bietet derzeit lediglich zehn Personen Platz. „Allein im letzten Jahr zählten wir 40 % mehr Fahrgäste“, sagt Gemeindereferent Josef Haller. Ein Grund mehr, in eine längst fällige neue Bahn zu investieren. Derzeit läuft die europaweite Ausschreibung, die am 9. Juli ausläuft, dann wird sich entscheiden, wer die Seilbahn bauen darf. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein, im Frühjahr 2013 soll sie dann in Betrieb gehen. „35 Personen sollen in die neue Kabine passen und ca. 6 Mio. Euro kosten“. Eine ­satte Summe, die sich Land und Gemeinde teilen, auch weil die Seilbahn eine wichtige Zubringerfunktion für die Bewohner des Weilers Aschbach – übrigens zur Gemeinde Algund gehörend – erfüllt. Deshalb wird eine Beteiligung privater Investoren, wie es bei der in kürzester Zeit realisierten Texelbahn praktiziert wurde, nicht ins Auge gefasst. „Auch die Aschbacher benützen die Bahn immer häufiger - bei den Benzinpreisen kein Wunder - denn die Anbindung an die Vinschger Bahn und an Rabland ist garantiert“, ist Haller überzeugt. Und das ist der Gemeinde und dem Land einiges Geld wert. Wegverlauf: Von der Bergstation der Seilbahn auf dem geteerten Höfeweg an Oberhaus vorbei auf die Forststraße und gleich rechts im dichten Wald bergan zum Vigiljoch (1 ½ Std.). Auf einem schottrigen Fahrweg (Nr. 9) geht es nun in Kehren steil bergan. Oberhalb der Bärenbad-Alm gelangt man auf die Hochfläche Gabich und geht links haltend am Weidezaun entlang bis zu den herrlich duftenden und weiten Naturnser Böden. An der Lacke biegt der Weg (9b) zur Naturnser Alm rechts ab und in 20 Min. ist die vielbesuchte Alm erreicht. Der Rückweg führt 10 Min. über den Almweg und dann rechts durch wiederum dichten Wald hinab nach Aschbach (1 Std.). Ziel: Naturnser Böden (ca. 2.000 m) Charakteristik: einfache Kammwanderung zwischen Vinschgau und dem Ultental, über Aschbach Kinder: ab 6 Jahre geeignet, Brunnen und Weidetiere, auch Pferde, am Wegesrand Variante mit Kinderwagen: Wanderfreudige Eltern können auch mit dem Kinderwagen der Forststraße entlang zum Vigiljoch gehen Ausgangspunkt: Bergstation Seilbahn Aschbach (1.330 m), www.gemeinde.algund.bz.it Anfahrt: am Dorfausgang von Rabland rechts abbiegen. Da die Talstation nahe des Bahnhofes der Vinschger Bahn liegt kann diese Wanderung, in Kombination mit der unten angeführten Variante über die Quadrathöfe, auch ohne Auto unternommen werden. Gesamtgehzeit: 4 Std. Höhenmeter im Aufstieg: 700 Hm Weitere Gipfelziele: Naturnser Hochwart (1 Std., 2.400 m) Variante: Als Abstieg kann auch der Weg über die Quadrathöfe und weiter zur Töll gewählt werden. Am Vigiljoch gelangt man über den Weg Nr. 9 zur Schwarzen Lacke und weiter zum Weiler St. Martin, der am Ende der Straße zu den Quadrathöfen liegt. Von dort über den Weg 27/27a nach Rabland oder 29 zur Töll. Kulturelle Besonderheit: Kirchlein St. Vigil am Joch Wandertipp von Wanderführerin Andrea Kuntner
Andrea Kuntner
Andrea Kuntner
Vinschger Sonderausgabe

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