Die scheidende SWR-Bezirksvorsitzende Rita Egger überreicht Raffael Mooswalder (SWR-Geschäftsführer) ein Geschenk; in der Bildmitte SWR-Präsident Hansi Pichler.

Bauernvertreter führt SWR

Publiziert in 1 / 2013 - Erschienen am 16. Januar 2013
Auf Rita Egger folgt Johann Wallnöfer. Für mehr ­Einigkeit und Zusammenhalt aller Wirtschaftssparten. Latsch - Erstmals steht dem Bezirk Vinschgau des Südtiroler Wirtschaftsringes (SWR) ein Vertreter der Landwirtschaft vor. Es ist dies der ehemalige ­Schlanderser Bürgermeister und frühere Bezirkspräsident Johann Wallnöfer. Er wurde am 10. Jänner bei der SWR-Bezirksausschusssitzung im Hotel „Vermoi“ in Latsch im Zuge der Amtsübergabe einstimmig als Nachfolger der bisherigen Vorsitzenden Rita Egger bestellt. Offiziell vorgeschlagen hatte ihn Bezirkspräsident und SBB-Bezirksobmann Andreas Tappeiner. 3 Gründe nannte Wallnöfer für seine Bereitschaft, den Vorsitz zu übernehmen. Er seit ein kleiner Obstbauer und somit Teil der Wirtschaft, er habe in den 15 Jahren als BM mit der Wirtschaft zusammengearbeitet und er sei „leidenschaftlicher Vinschger“, dem der Zusammenhalt im Tal sehr wichtig ist. Die Einigkeit im Vinschgau, wie sie während seiner Amtszeit als BM unter den Bürgermeistern geschmiedet wurde, sei auch auf Wirtschaftsebene zu fördern. „Es muss gelingen, auch Nicht-Wirtschafter zu überzeugen, dass die Unterstützung der Wirtschaft notwendig ist, auch in den Gemeindestuben.“ In diesem Sinne seien Partnerschaften zu knüpfen. Lob für die Arbeit von Rita Egger Rita Egger, die den Vorsitz im April 2009 als LVH-Vertreterin übernommen hatte, blickte auf eine rege Tätigkeit zurück. Der SWR-Bezirk habe sich vieler Themen angenommen: Breitbandnetz, Umfahrungen, Golfplatz, Sprachkompetenz der Jugendlichen, Erreichbarkeit, Bau- und Sanierungsberatung und weitere Anliegen mehr. Auch an Exkursionen, Zusammenkünfte und gemeinsame Veranstaltungen mit anderen SWR-Bezirken erinnerte Egger. Die guten Kontakte zur Wirtschaftskammer Landeck wurden weiter gepflegt. Als besonderes Anliegen nannte Egger die Anbindung der Beriebe und Haushalte an das Glasfasernetz: „Das Land muss den Gemeinden bei dieser ‚letzen Meile‘ finanziell helfen.“ Insgesamt sprach sich Egger, die übrigens weiterhin im Bezirksausschuss mitarbeiten wird, dafür aus, die Peripherie zu stärken: „Es wird derzeit vieles in Bozen konzentriert.“ SWR-Präsident Hansi Pichler, Geschäftsführer Raffael Mooswalder sowie Bezirksausschussvertreter der Wirtschaftssparten (Unternehmer, hds, HGV, LVH, Landwirtschaft, Freiberufler) lobten Eggers erfolgreiche Tätigkeit als Vorsitzende und sprachen unisono von einer angenehmen Zusammenarbeit. Laut Pichler muss die gesamte Wirtschaft Südtirols stärker und mit geballter Kraft auf den Plan treten, speziell was den Landeshaushalt betrifft. 74% der Geldmittel seien in Fixkosten verplant. „So kann es nicht weitergehen, das Maß ist voll.“ Die Reformagenda, ausgearbeitet in Zuammenarbeit mit der Handelskammer, werde in absehbarer Zeit auch im Vinschgau vorgestellt. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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