Im Bild (v.l.): Ralf Muther, Luis Tscholl, Verena Tröger, Andreas Tappeiner, Oswald Angerer und Gemeindesekretär Georg Lechner.

Bekenntnis zur Schrägbahn

Publiziert in 11 / 2015 - Erschienen am 25. März 2015
Laas - Der Marmorabtransport war auch Thema bei der Bürgerversammlung am Josefitag im ­Josefshaus in Laas. Fraktionspräsident Oswald Angerer und BM Andreas Pinggera versicherten, dass in Laas auch in Zukunft ausschließlich der Abtransport über die Schrägbahn in Frage komme. Dass es 2014 trotzdem nicht weniger als 100 Lkw-Transportfahrten über die Straße gab, begründete Angerer damit, dass größere Blöcke per Lkw transportiert werden dürfen bzw. müssen und dass die Schrägbahn aufgrund von Instandhaltungsarbeiten nicht immer genutzt werden konnte. „Früher oder später wird man die Schrägbahn einer großen Sanierung unterziehen müssen“, so Angerer. Für diesen Fall kündigten er und Tappeiner eine Straßenlösung an, wobei aber nicht durch besiedeltes Gebiet gefahren werden soll. Mit einer gewissen Genugtuung stellten Tappeiner und Angerer fest, dass beim Abbau und Transport des Marmors in Göflan aufgrund der jüngsten Gerichtsurteile die Karten neu gemischt werden müssten. Man sehe darin eine Chance, bestimmte „Ungleichgewichte“ auszuwetzen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum für Laas die Auflage zur Nutzung der Schrägbahn gelte, für ­Schlanders aber nicht, meinte Angerer. In Schlanders stehe man derzeit ohne Abbaugenehmigung und Transportermächtigung da. Angerer, ­Tappeiner sowie die Gemeindereferenten Verena Tröger, Ralf Muther und Luis Tscholl informierten über bisher durchgeführte Vorhaben und Arbeiten und kündigten geplante Projekte an. Bei der Diskussion wurde unter anderem ein Vereinssaal gefordert. Kritik gab es bezüglich der 100 Lkw-Marmor-Fahrten. Es sei aufzupassen, dass die Schrägbahn nicht zu einer „Touristenbahn“ wird. Zum Thema Sicherheit hatte eingangs der Gemeindepolizist Klaus Obwegeser informiert. Zusätzlich zu den Carabinieri, der Staatspolizei und der Finanzwache führen nun auch die Gemeindepolizisten bezirksweit abendliche bzw. nächtliche Kontrollen durch, wobei mit den anderen Sicherheitskräften eng zusammengearbeitet werde. Andreas Tappeiner kündigte ein gemeindeübergreifendes Video-Überwachungskonzept an. Es ist vorgesehen, dass die an neuralgischen Verkehrswegen erfassten Videoaufzeichnungen in einem zentralen Rechner zusammenlaufen, wo sie dann bei Bedarf analysiert und ausgewertet werden. sepp
Josef Laner
Josef Laner
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