Rosi Götsch aus Schnals (links) und Rosa Kemenater aus dem Sarntal

Besucher auf der Hegeschau

Publiziert in 7 / 2006 - Erschienen am 5. April 2006
Hegeschauen sind eine gute Gelegenheit für Jäger, Gleichgesinnte zu treffen, mit ihnen zu fachsimpeln, Trophäen zu vergleichen, zu bestaunen und zu kritisieren. Auch Franz Stecher (Jahrgang 1929) aus Reschen und sein Nachbar Johann Stecher (Jahrgang 1927) haben sich bei der Bezirkshegeschau in Schlanders eingefunden, um sich die besten Abschüsse der insgesamt 11 Reviere des Vinschgaus anzusehen. Seit 1949 ist Franz Stecher aktiver Jäger, 42 Jahre lang war er Jagdaufseher im Revier Graun. Im Jagdjahr 2005 hat er auf Tendres einen Rehbock und auf Plamort eine Gams erlegt. Johann Stecher ist seit 1950 bei der Jägerschaft. Er hat im vergangenen Jahr einen Gams- und auf 2000 Meter Höhe einen Hirschabschuss getätigt. Es ist die Liebe zur Natur und das Beobachten der Wildtiere, das die zwei feschen Jägerinnen bewogen hat, auf die Jagd zu gehen. „Man kann so gut vom Alltag abschalten“, sagt die Schnalserin Rosi Götsch, Ehefrau eines Jagdaufsehers (links im Bild). Seit 5 Jahren geht sie im Schnalser Revier auf die Jagd. Im vergangenen Jagdjahr hat sie gar einige Abschüsse getätigt: einen Gamsjahrling, eine Rehgais, einen Fuchs sowie ein Murmeltier und als Krönung einen Hirsch! Die hübsche Jägerin ist Jagdhornbläserin bei der Schnalstaler Bläsergruppe „Similaun“. Beinahe alle Hegeschauen Südtirols besucht Rosa Kemenater, Jägerin aus dem Sarntal und ebenfalls Jagdhornbläserin bei den „Sarner Meldern“. Sie war 1997 die zweite Jägerin im gesamten Sarner Revier, das eine Fläche von 30 000 ha umfasst. „Wir sind jetzt knapp über 200 Jägerinnen in ganz Südtirol“, verkündet die Sarnerin stolz.
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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