Sie wurden mit Gold (für 50 Spenden) und Gold mit Rubin (für über 75 Spenden) geehrt (v.l.): Thomas Lechthaler, Bruno Fleischmann, Andreas Strimmer, AVIS-Bezirkspräsident Herbert Raffeiner, Erika Planatscher Stieger, Franz Josef Innerhofer, Elmar Dietl (76 Spenden), Anton Gruber (77), der Ehrenpräsident Erich Hanni sowie der aktuelle AVIS-Präsident Diego Massardi.

Blutspender im Soll

Viel Positives gab es bei den Vinschger Blutspendern zu berichten. Jedoch wurde auch nicht mit Kritik in Richtung Bozen gespart.

Publiziert in 8 / 2018 - Erschienen am 6. März 2018

Schlanders - „Durch die Zuverlässigkeit unserer Blutspender konnten wir auch im vergangenen Jahr 2017 unser Soll erfüllen“, freute sich AVIS-Bezirkspräsident Herbert Raffeiner am Wochenende bei der Jahreshauptversammlung der Blutspender im Vinschgau. Die Blutspendervereinigung AVIS verlangt vom Bezirk Vinschgau monatlich 118 Spenden, was jährlich exakt 1.416 Blutspenden ausmacht. „Insgesamt kamen wir im Jahr 2017 auf 1.440 Spenden. Das macht uns stolz“, freute sich Raffeiner. 1.202 Blutspender gibt es aktuell im Vinschgau, 807 Männer und 395 Freuen. Den größten Teil davon mache die Blutgruppe 0 positiv mit rund 400 Spendern aus, dicht gefolgt von A positiv. Einen Mangel habe es hingegen bei 0 Negativ gegeben. „Aber durch Werbekampagnen konnte dieser Mangel behoben werden“, lobte Raffeiner. Doch, es war bei weitem nicht alles positiv. Insbesondere gebe es derzeit durchaus einige kleinere Grabenkämpfe mit der Landesleitung in Bozen. Vor allem was die Besetzung des Sekretariats betrifft. Nach rund 38 Jahren können die Vinschger Blutspender nicht mehr auf Sekretärin Ilse Thoma bauen. Diese musste nämlich ihren Dienst bei AVIS beenden, weil sie auch privat in Pension gegangen war. Noch wurde diesbezüglich keine Lösung gefunden. „Auf ihre Erfahrung und ihr Wissen können wir nicht verzichten. Dies könnte die Erfüllung unseres Solls gefährden“, warnte Raffeiner in Richtung Bozen. Auch in Sachen Informatik gebe es derzeit große Probleme. Ein neues zentral eingeführtes Computer-System funktioniere bei den Vinschger Blutspendern noch nicht. Dennoch werde man weiter gut arbeiten und den eigenen Werten gerecht werden, versicherte Raffeiner. Rege Diskussionen gab es auch bei der Genehmigung des neuen Statuts. Es stehe nämlich eine Umwandlung des Vereins in eine juristische Person des privaten Rechts an. „Die neue Führung von AVIS Südtirol ist der Meinung, dass es bei der aktuellen Rechtsform ein hohes Risiko gibt“, erläuterte Raffeiner, der jedoch bei einer Umwandlung auch einen Mehraufwand an Bürokratie und Kosten befürchtet. Ehrenamtlich tätige Personen in Führungspositionen sollten durch die neue Rechtsform geschützt werden, um nicht privat zu haften. „Wir müssen auf das Unvorhergesehene gefasst sein“, betonte Claudia Peer von der AVIS-Landesleitung in Bozen. Sie beruhigte: „Finanziell werden die Bezirke dafür sicherlich unterstützt“. Das neue Statut wurde mit 60 Ja-Stimmen und 11 Enthaltungen schließlich genehmigt.

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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