Zu den Rahmenbedinungen (links) sind den Touristikern zuerst fast nur Schwächen eingefallen.

„Da muss ich hin, weil...“

Publiziert in 37 / 2015 - Erschienen am 21. Oktober 2015
...die vier Gemeinden der Ferienregion Obervinschgau Profil zeigen und mutig genug sind, für das zu stehen, was sie gemeinsam haben. Schluderns - Dass der Obere Vinschgau landschaftliches und kulturelles Potential hat, wird den Tourismustreibenden in Taufers, Glurns, Schluderns und Mals gebetsmühlenartig vorgekaut. Die Botschaft ist klar und unüberhörbar: Ihr habt alles, aber ihr macht nichts daraus. Nun sollen die sprichwörtlichen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Basta! hat der Ausschuss der Ferienregion mit Präsident Lukas Gerstl gesagt. Es reicht! Er hat sich Österreichs führendem Tourismusberater Kohl & Partner anvertraut und so etwas wie eine „Transparenz-Kampagne“ gestartet. Vertreter aller mit dem Tourismus in Verbindung stehenden Verwaltungen, Verbände und Gruppierungen wurden ins Kulturhaus von Schluderns geladen. Um keine Zweifel über den einzuschlagenden Weg aufkommen zu lassen, blendeten Destinationsmanager Gernot Memmer und Berater Stefan Gruber in riesigen Lettern den Spruch ein: „Es geht nicht darum, was uns trennt, sondern um das, was wir gemeinsam haben“. Gemeinsam hatten die Anwesenden eine erstaunliche Entwicklung im Tourismussektor. Auch den hartnäckigsten Nörgler und Zweifler muss es überrascht haben, dass im Oberen Vinschgau (damals noch ohne die Gemeinde Taufers) das Bettenangebot zwischen 1997 und 2011 um 27% gestiegen und in den Krisenjahren 2012 bis 2014 nur um 6% abgenommen hat. Noch verblüffender war wohl, dass im selben Zeitraum die Nächtigungen von 256.447 um 70% auf 436.074 im Jahr 2012 hoch geschnellt sind. Von wegen: Es ist nichts geschehen. Der Rückgang in der Zeit der Wirtschafts- und Finanzkrise betrug 8%. Nach diesen ersten Erkenntnissen forderten die Konzept-Betreuer die „anwesenden Gehirne“ auf, sich selbst kritisch zu sehen und Potenziale zu orten. An vier Punkten im Saal waren Plakate angebracht. Die Anwesenden durften Stärken und Schwächen der Rahmenbedingungen, der touristischen Betriebe, der touristischen Sport- und Freizeiteinrichtungen und der touristischen Organisation, aber auch Ideen für Projekte und Maßnahmen hinschreiben. Und das taten sie. Es herrschte reger Andrang; die Schreibflächen mussten erweitert werden. Konkret auswerten und Zielsetzungen festlegen wird eine Arbeitsgruppe. Dazu berufen wurden Präsident Lukas Gerstl, seine neue Büroleiterin Lea Stecher, Kurt Sagmeister, Vinschgau Marketing, Günther Bernhart, Touristik und Freizeit AG, Bürgermeisterin Roselinde Gunsch Koch, Taufers, Tourismusreferent Armin Windegger, Glurns, Bürgermeister Uli Veith, Mals, Tourismusreferent Joachim Theiner, Mals, Fraktionsvorsteher Armin Plagg, Mals, Forstamtsleiter Stefan Peer, Mals, Pater Philip, Kloster Marienberg, Bürgermeister Erwin Wegmann, Schluderns, und Kaufmann Harald Trafoier, Schluderns. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.