Der Abt und sein Architekt
Der Architekt und seine Handwerker
Der Hausherr Abt Markus Spanier in der grandiosen Klosterbibliothek
Architektin Sylvia Dell`Agnolo und Jörg Hofer vor dem Bild „Permafrost“.
Villa D, der Marmormonolith: durch den Geländesprung entstehen Räume mit unterschiedlichen Raumhöhen.
Ein besondere Architektur: die Krautfabrik Lechner Laas
Familie Lechner, eine Krautdynastie: (v.l.) die Architektinnen Elke Ladurner und Julia Pircher mit Evelyn, Herbert und Dennis Lechner
Farben sind für Jörg Hofer Material zum Anfassen.

Den Blick auf die Architektur schärfen

Publiziert in 31-32 / 2021 - Erschienen am 29. September 2021

Vinschgau - „Identitätsstiftende Orte“ war das Motto der diesjährigen Tage der Architektur, welche u.a. zum Kloster Marienberg und nach Laas führten. Gemeinsam den Blick auf die Architektur zu werfen, Details zu betrachten und mit Architekten und Bauherren ins Gespräch zu kommen, das war das Ziel der Initiative der Architekturstiftung Südtirol. Begleitet von den beiden Vinschger Architektinnen Julia Pircher und Sylvia Dell`Agnolo besuchte die interessierte Gruppe die neue Marienberger Bibliothek, ein vollständig unterirdisch angelegtes Büchermagazin mit ca. 130.000 Bänden, und das Musikarchiv. Abt Markus Spanier und Architekt Werner Tscholl führten durch die Kirche, den Herrengarten und die Klosterbibliothek. In Laas startete die Tour beim Familienbetrieb Krautschneiderei Vinschger Bauernsauerkraut und Transportunternehmen Lechner. Der Firmensitz sollte mehr darstellen als einen reinen Zweckbau, und so lehnt sich die Außenfassade an die Darstellung des Querschnittes eines Krautkopfes, wie Architektin Elke Ladurner vom Architekturbüro Marx/Ladurner erklärte. Das von den Architekten Christian Monsorno und Katja Trauner vorgestellte Projekt, die Villa einer jungen Laaser Familie, zeichnet sich durch die Form eines weißen Monolithen in Marmor aus. Tatsächlich ist der Laaser Marmor Hauptbestandteil der Gebäudehülle aus weißem Sichtbeton. Zum krönenden Abschluss besuchte die Gruppe den „Zwischenraum“ und das Atelier des akademischen Künstlers Jörg Hofer. Fast fünf Meter hoch ist der Atelierraum, ein ehemaliger Heustadel, den Architekt Werner Tscholl gemeinsam mit Jörg Hofer zu diesem besonderen Arbeitsraum ausgebaut hat.

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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