Der Hirte und der Bär

Publiziert in 12 / 2005 - Erschienen am 23. Juni 2005
Erinnerungen an „bärige“ Zeiten wurden unlängst in Sulden und am Sonntag in Tschengls wach. Im Rosimtal in Sulden war bereits am 16. Juni ein Bär gesichtet worden. Am vergangenen Sonntagmorgen war es der Hirte Franz Andres, der dem Bären auf der Tschenglser Alm gegenüberstand. „Wir waren nur fünf bis sieben Meter voneinander entfernt“, sagte Franz Andres dem „Der Vinschger“. Der eher kleine, schwarze Bär habe sich zweimal auf die Hinterpfoten gestellt und habe sich sodann entfernt. Wie der Hirte gestand, sei er im ersten Moment sehr erschrocken: „Ich habe mich aber nicht gerührt und der Bär war offensichtlich noch mehr erschrocken als ich“. Ob sich der Bär weiterhin im Nationalpark Stilfser Joch aufhält, wusste bei Redaktionschluss niemand. Sulden wurde übrigens im „Innsbrucker Wochenblatt“ im Jahre 1802 als „Sibirien Tirols“ genannt, „allwo die Bauern mit den Bären aus einer Schüssel essen und die Kinder auf Wölfen daherreiten“.
Josef Laner
Josef Laner

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