Zahlreiche Besucher/innen waren mit dabei.
Bodini zeigte beeindruckende Bilder vom Sonnenberg.
Gianni Bodini und Gertrud Wellenzohn.

Der Sonnenberg hat viel zu erzählen 

Publiziert in 3 / 2026 - Erschienen am 10. Februar 2026

Goldrain - Auf eine Reise durch den Vinschger Sonnenberg nahm Fotograf Gianni Bodini am Sonntag, 8. Februar, zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit. Bei einer Matinee im Bildungshaus Schloss Goldrain präsentierte Bodini eindrucksvolle Bilder aus dem einzigartigen Lebensraum des Sonnenbergs und zeigte dessen vielseitige Natur. Die Gäste tauchten ein in eine von Trockenheit, Sonne und Wind geprägte Landschaft – und in das Leben der Menschen, die sich dort niedergelassen haben. In Begleitung der Direktorin des Bildungshauses, Gertrud Wellenzohn, gewährte Bodini persönliche Einblicke in seine Arbeit und erzählte die Geschichten hinter seinen Fotografien. Mit Anekdoten führte er das Publikum durch seine Aufnahmen. Im Anschluss bot sich Gelegenheit zur Diskussion.

Ein Berg mit Gedächtnis 

Ausgangspunkt für Bodinis intensive Auseinandersetzung mit dem Sonnenberg war ein rund 50 Jahre altes „Heftl“ von Hans Wielander mit dem Titel „Der Vinschgauer Sonnenberg“. „Es lag in der Stainer-Bar in Schlanders auf“, erinnerte sich Bodini. Besonders die einleitenden Sätze des Büchleins hätten ihn angesprochen: „Kann eine Landschaft Gedächtnis haben? Der Sonnenberg hat Gedächtnis und also Geschichte.“ Der Fotograf, der zuvor vor allem auf alpinen Touren unterwegs gewesen war und dem Sonnenberg zunächst wenig Beachtung geschenkt hatte, lernte den Berg mit der Zeit schätzen und erkundete ihn unter anderem mit seiner Kamera. Der Sonnenberg sei „eine alte Dame, die viel zu erzählen hat“, betonte Bodini. 

Michael Andres
Michael Andres

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