Eine warme Suppe für die „armen Teufel“

Der Tradition treu bleiben

Publiziert in 44 / 2014 - Erschienen am 11. Dezember 2014
Schlanders - Seit über einem halben Jahrhundert prägt der Schlanderser Nikolausumzug Jahr für Jahr am 5. Dezember das Geschehen im Vinschger Hauptort. Das oberste Ziel des Nikolauskomitees, das den Umzug und das Treiben rundherum seit 1961 veranstaltet, ist es, an dieser Tradition festzuhalten und die überlieferten Regeln und Bräuche zu bewahren. Das ist dem Nikolauskomitee auch heuer gelungen. Der Höhepunkt war der gut besuchte Umzug mit dem Nikolaus, mit Weisenbläsern, Engeln und 95 Krampussen mit traditionellen Masken, Ruten und Fellbekleidung. Den Abschluss des Umzuges bildeten der Auftritt des Nikolaus und die Verteilung der Nikolauspakete im Plawennpark. Auch Hausbesuche wurden wieder durchgeführt. Ein besonderes Anliegen ist es dem Nikolauskomitee, immer auch an Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht. Schon seit Jahren wird ein Teil des Erlöses dem Vinzenzverein übergeben. Wovon Markus Tappeiner, der Chef des Komitees, nichts hält, sind Krampusschauläufe, die bereits im November stattfinden: „Wenn Umzüge am 4., 5. oder 6. Dezember organisiert werden, ist das in Ordnung. Schauläufe im November aber, an denen wir uns bewusst nicht beteiligen, haben mit der Tradition nichts zu tun. Das ist Kommerz. “ Keine Sorgen bereitet ihm der Umstand, dass ein Verein aus der Nähe von Udine das Wort „Krampus“ schützen ließ. „Wir sind nicht ein Krampusverein, sondern das Nikolauskomitee“, so Tappeiner. Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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