Die Energie-Werkstatt in Latsch

Publiziert in 10 / 2016 - Erschienen am 16. März 2016
Latsch - Die Mitarbeiterin des Ökoinstituts Sonja Abrate hatte Energie zu vermitteln und Energie zu beherrschen. Gleichzeitig verbrauchte sie Energie, um 11-jährige zwischen Lampen, Schaltern, Rädern und Ventilen ruhig zu halten. Vor allem den Buben der 1B vom naturkundlich-mathematischen Zug der Mittelschule Latsch zuckte es in den Fingern. Als die Schüler und Schülerinnen von Naturkunde-Lehrerin Barbara Pichler aber merkten, dass sie nicht nur Lernende, sondern auch Darstellende waren, spielten sie ihre Rolle hervorragend. Vor laufenden Kameras und blitzenden Fotoapparaten, vor den Augen von Energielandesrat Richard Theiner, der Bildungsbeauftragten in der Landesumweltagentur Heidi Thaler und Direktor Stefan Ganterer experimentierten sich die Schüler durch 21 Versuchsstationen. Zuvor wurde der Klasse auf humorvolle Weise erklärt, dass man mit 1 kWh in der Waschmaschine zwar nur 1 Kilogramm Wäsche waschen kann, dafür aber Energie hat, um 7 Jahre lang dreimal täglich die Zähne zu putzen. Dann wurde Hand angelegt und körperliche Energie verbraucht, um aus einem überdimensionalen Müllsack einen „Solarzeppelin“ zu bauen oder ein Schaufelrad zum Drehen zu bringen. Alle 10 Mittelschulklassen durften sich in der Energiewerkstatt betätigen. „Das ist Lernen bei Tun“, strahlte ein zufriedener Landesrat. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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