Mit dem Rad zum Niederhof (v.l.): Thomas Schuler, Patrick Laimer, Klaus Nischler, Priska Theiner, Hans Peter Weiss, Manfred Prantl, Ulrich Gamper.

Die „Highline als Highlight“ am Nörderberg

Publiziert in 38 / 2014 - Erschienen am 29. Oktober 2014
Das Bikeparadies am Nörderberg ist nun erschlossen, genehmigt und beschildert. Ein Maximum an Radgenuss verspricht die „Bike-Highline Meran(o)“. Partschins - Der Anlass der Feier beim Niederhof im ­Partschinser Ortsteil Quadrat waren 130 ausgeschilderte Mountainbike-Kilometer durch die Gemeinden Kastelbell-Tschars, Naturns, Partschins und Algund mit dem 18,7 km langen Glanzstück, der „Bike-Highline ­Meran(o)“ von der Marzoner Alm bis kurz vor dem Vigiljoch. Das Projekt Bikerparadies Nörderberg war in allen Gemeinden seit Jahren angedacht worden, aber aus unterschiedlichen Gründen auf unterschiedliche Hindernisse gestoßen. Am leichtesten tat sich der Tourismusverein Partschins, der in der Gemeindeverwaltung auf offene Türen stieß und den Nörderberg mit seinen vielen Forstwegen aufwerten wollte, wie sich Tourismusreferentin Birgit Egger Ladurner ausdrückte. Tourismuspräsident Hans Peter Weiss nannte als Ideenträger Hans Steck vom Gasthof Brünnl und Peter ­Eisenkeil, und erklärte: „In kleineren Gebieten ist die Zusammenarbeit die wahre Stärke.“ In Naturns waren es Hotelbetreiber und Mitglieder der Ötzi-Bike-Academy, die ein Angebot an ausgeschilderten „Trails“, Radwegstrecken, schmerzlich vermissten. „Früher hatten wir den Sonnenberg im Visier, jetzt bin ich froh, auf dieser Seite geblieben zu sein“, erklärte der Naturnser Tourismuspräsident Stefan Perathoner und erwähnte als Bike-Pioniere Joachim und Klaus Nischler. Nichts wäre gelaufen ohne die Bemühungen von Bürgermeister Andreas Heidegger, seines Stellvertreters Helmut Müller und ohne die Hartnäckigkeit von Tourismusdirektor Ewald Brunner. „Wir fühlen uns als Bindeglied zwischen der Bike-Hochburg Latsch und dem Bike-Paradies Nörderberg“, meinte Manfred Prantl, Präsident des Tourismusvereins Kastelbell-Tschars. „Inzwischen sind wir stolz, an der ‚Meraner Highline‘ angeschlossen zu sein.“ Bürgermeister Andreas Heidegger dankte den Grundeigentümern für ihr Entgegenkommen und würdigte die Vermittlerrolle seines Vize. Auch bedauerte er die „Umrundung von Plaus“. Algunds Bürgermeister Ulrich Gamper hielt die Bike-Routen für eine Investition in die Natur, die besonders den kleineren Betrieben zugute komme. Die Teilnahme seiner Gemeinde am Bike-Paradies sei weniger dem Tourismusverein, sondern eher den rührigen Aschbachern zuzuschreiben. Vizebürgermeisterin Rita Gstrein Kaserer, ­Kastelbell-Tschars, hob den Einsatz von Präsident Prantl hervor. Auch habe sie beim Wandern schon die perfekte Beschilderung der Routen festgestellt. Wichtig sei es gewesen, von Anfang an, die Bauern einzubinden. Auf ihrem Grund und Boden spiele sich vieles ab, stellte Helmut Müller fest. Inzwischen sind Routen, Anbindungen an den Radweg und Zufahrtswege zwischen Göflan und Algund maßstabgerecht und mehrsprachig auf einer Faltkarte erfasst und liegen in allen Betrieben auf. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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