Lisa Agerer und ihr wichtigster Förderer, Vater Gerd.

Die Motivation ist längst olympisch

Publiziert in 45 / 2013 - Erschienen am 18. Dezember 2013
Lisa Agerer möchte gesund bleiben, Spaß am Skifahren haben und ihren Heimatgemeinden Nauders und Graun olympische Freuden bereiten. Nauders - Manfred Pranger aus Gschnitz im Wipptal und Lisa Agerer aus Nauders im Oberen Gericht sind beide Tiroler, kämpfen aber für unterschiedliche Nationen um Ehre und Medaillen. Für beide ist das Skifahren Lebensphilosophie und beide haben gemeinsame Ziele: Sie wollen zurück auf die Weltbühne ihres Sports und sie wollen sich für die Olympischen Winterspiele 2014 ins Gespräch bringen. Da sie mit der Tiroler Versicherung auch den „Kopfsponsor“ gemeinsam hatten, kam es mitten im schönsten „Nauderer Bergsommer“ zu einem Heimspiel für Lisa ­Agerer und zu einem besonderen Gipfeltreffen zwischen Athleten, Journalisten, Fotografen, Vertretern der Gemeinde Nauders und der einzigen Versicherung, die auf dem Boden des historischen Tirols tätig ist. Vor der Pressekonferenz auf der Terrasse der Bergbahn Bergkastel nutzte man das unvergleichliche Panorama zu einer Fototour Richtung Staats- und Gemeindegrenze. Ehrengäste und Presseleute durften sich im Geländewagen durchschütteln lassen, Lisa Agerer und Manfred Pranger schoben mit dem Mountainbike eine zusätzliche Trainingseinheit ein. Bürgermeister Robert Mair und sein Stellvertreter Helmut Spöttl wiesen bei der Gelegenheit auf das neueste Vorhaben der Nauderer Bergbahnen hin. „Bevor ich in Pension gehe, sollte das Skigebiet noch eine weltcuptaugliche Piste bekommen“ meinte Bürgermeister Mair. Den beiden Spitzensportlern lag natürlich ein ganz anderes Projekt am Herzen, wie sie bei der improvisierten Pressekonferenz verlauten ließen. Lisa Agerer, die mütterlicherseits eine „Hoaderin“ ist und damit eine Doppelstaatsbürgerin, erklärte entschlossen in Deutsch und Italienisch, mit welchen Absichten sie in die kommende Saison geht, warum sie heuer im Kraftraum „ein paar Kilos mehr aufgepackt“, warum sie am Morgen Bergan-Sprints gemacht hatte und warum sie auch noch am Abend eine weitere Einheit anhängen werde. Mit einem spitzbübischen Lächeln verriet sie: „Eine Medaille habe ich ja schon. Ich bin schließlich Vize-Italienmeisterin“. Auf die fragenden Blicke erklärte sie: „Seit 21. Juli bin ich Skilehrer-Assistentin. In Courmayeur habe ich mit dem Rennrad den 2. Platz erreicht“. Am Mikrophon klang es klar und entschlossen: „Ich möchte an die Weltcup- Ergebnisse von vor zwei Jahren anknüpfen. Ich möchte gesund bleiben und weiterhin Spaß am Skifahren haben“. Nicht ganz so öffentlich hatte die Europacup-Siegerin 2012 zuvor Ursachenanalyse betrieben: „Ich war mir bei den letzten Rennen selbst im Weg. Ich hab mir etwas erwartet und wenn der Kopf nicht frei ist...“ Dass es auch „mit dem Material nicht ganz so funktioniert“ habe, konnte der Vinschger einen Tag später von ihrem Entdecker, Karlheinz Habicher, erfahren. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
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