„Insre Stub“ ist als Bewegungsraum längst zu klein
Vorstellung des neuen Raumkonzeptes mit Sibille Tschenett und Michael Hofer, im Bild mit den Gemeinderäten Verena Eberhöfer und Johann Angerer.

Die Rückeroberung des Raumes

Die Sanierung des Doktorhauses eröffnet neue Möglichkeiten für das Wohn- und Pflegheim St. Sisinius.

Publiziert in 25 / 2019 - Erschienen am 16. Juli 2019

Laas - Sollte das Doktorhaus tatsächlich saniert und das Arzt-Ambulatorium mit Blutabnahmestelle aus dem Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius dorthin verlegt werden, könnten sich die Platzprobleme im Pflegheim vorerst lösen. Direktorin Sibille Tschenett hatte kürzlich Gelegenheit, dem Gemeinderat ihre Vorstellungen von einem zukünftigen Raumkonzept zu erläutern. Mit dem Tagesordnungspunkt Bauvorhaben „funktionale Umgestaltung von Räumen“ stellte Tschenett in erster Linie Bewohner und Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Mit dem Satz „Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb von Menschen für Menschen“ erinnerte sie an die 33 Frauen und 16 Männer, davon 39 aus Laas, die im Wohn- und Pflegeheim begleitet und betreut werden. 61 Arbeitsplätze biete die Einrichtung, so die Direktorin. 2 Drittel seien Teilzeitbeschäftigte und nur dadurch in der Lage, Haushalt, Familie und Beruf zu vereinbaren. Über eine Bilderstrecke aus dem Alltag des Wohnheimes unter dem Motto „Es bewegt sich was bei uns“ versuchte Sibille Tschenett, auf den Platzmangel in den Aufenthaltsräumen hinzuweisen. Um die Bewegungskompetenz älterer Menschen möglichst lange zu erhalten, arbeite man in den Heimen von Laas und Schluderns nach kinästhetischen Richtlinien (Bewegungserfahrung, Anm.). Mit Bildern von überfüllten Aufenthalts- und Bewegungsräumen leitete die Direktorin auf eine Machbarkeitsstudie über, die Ingenieur Michael Hofer, Büro Pohl+Partner, den 15 anwesenden Räten und Referenten vorstellte. Zentrale Punkte des Vorschlages sind die Erweiterung der Stube im Erdgeschoss durch einen zusätzlichen Raum und den Umbau der Ambulatorien, der Umbau des Mehrzweckraumes zur Kapelle im Erdgeschoss, der Umbau der derzeitigen Kapelle in Zimmern. Für die reinen Umbauarbeiten wurden auf der Grundlage des „Baukostenindexes Altersheime“ 276.000 Euro geschätzt. Für die Einrichtung wurden 180.000 Euro berechnet. Bürgermeister Andreas Tappeiner meinte: „Dem Gemeinderat ist die Sinnhaftigkeit einleuchtend und die Ergänzung der Struktur, die ja betreutes und begleitetes Wohnung einbezieht, auch notwendig. Was man nicht erwartet hat, ist die Beliebtheit der Stube.“ Bürgermeister Tappeiner empfahl der Direktorin, die nächsten, vertiefenden Planungsschritte vorzubereiten.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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