(von links) Selina, Valentina, Hannah, Ariana und Paul beschäftigten sich mit der „Silver Society“
Die Schulband des SOGYM eröffnete den Projekttag

Die Zukunft als Chance

 Jugendliche als Architekten der eigenen Zukunft.

Publiziert in 3 / 2026 - Erschienen am 10. Februar 2026

Mals - Die 4. Klassen des SOGYM Mals haben sich unlängst intensiv mit den unterschiedlichsten Facetten der Zukunft auseinandergesetzt, Trends analysiert, Potenziale diskutiert und eigene Szenarien für die Welt von morgen entworfen. „Wir sind keine passiven Beobachter des Wandels, sondern die Architekten unserer eigenen Ära“, stellten die Schülerinnen und Schüler in ihrer Broschüre fest. Tatsächlich ist die Zukunft kein Ort, an den man sich hinbegibt, sondern einer, den man sich selbst erschaffen kann und muss. So ist auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Zukunft und der des eigenen Umfeldes eine wichtige, entscheidende Kompetenz und verlangt von jungen Menschen Initiative, Interesse und Mut. Direktor Werner Oberthaler dankte den Lehrpersonen, welche das Projekt koordiniert haben und sprach den Jugendlichen ein Kompliment aus für ihr mutiges, zuversichtliches Zeichen, sich mit Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. „Umbrüche und Unsicherheiten hat es in allen Zeitepochen gegeben, deshalb habt keine Angst vor der Zukunft und erschafft sie euch selbst!“ 

Wie schreibt man Zukunft? 

Sechs Themen haben die 4. Klassen in Kleingruppen aufgegriffen und behandelt. Als Abschluss stellten sie die Ergebnisse ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowie der Presse vor. Ein Thema war das soziale Miteinander in der digitalen Zukunft sowie die Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz. Diese berge zwar viele Vorteile, müsse aber kritisch und verantwortungsbewusst angewandt werden. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Zukunft der Arbeitswelt, die vor rasanten Veränderungen durch Automatisierung, Digitalisierung und dem demografischen Wandel steht. Mit dem demografischen Wandel und der Silver Society beschäftigte sich eine weitere Kleingruppe des Sogym. Das Alter als aktive, produktive und wertvolle Lebensphase und dem gegenüber ein leer gefegter Arbeitsmarkt, die sinkende Geburtenrate und die vielen Menschen im Rentenalter: der demografische Wandel greift tief in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, so das Fazit der jungen Menschen.

Leben im Jahr 2075

Es ist für uns wohl schwer vorstellbar, wie man im Jahr 2075 wohnen und leben wird; die Schülergruppe jedenfalls träumt von smart living, green living und generationenübergreifenden, barrierefreien Wohngemeinschaften. 3D-Drucker sollen Lebensmittel herstellen, die Verkehrsmittel erneuerbare Energiequellen nutzen und die Menschheit sowieso bald keine eigenen Autos mehr haben. Mal sehen, wie in Zukunft Gemeinschaft und Nachhaltigkeit neu gedacht wird. Auch ein ganz heikles Thema wurde angesprochen: das perfekt programmierte und geplante Kind der Zukunft. In einem Rollenspiel zeigten vier Jugendliche die Grenzen und Gesetze zum Schutz der Würde des menschlichen Embryos auf. Nicht alles, was möglich ist, ist auch ethisch vertretbar und gesetzlich erlaubt. „Perfektion macht ein Kind nicht perfekt!“, so die kluge Erkenntnis.

Braucht es Print-Medien in Zukunft noch?

Beeindruckend waren die Ergebnisse einer Studie, die eine Kleingruppe in Mals gemacht hatte. 128 Personen unterschiedlicher Altersgruppen wurden über ihre persönliche Nutzung von Print- und Online-Medien befragt. Das Ergebnis: Printmedien bleiben zwar relevant für die Altersgruppe 30plus und werden als verlässlich, professioneller und vertrauenswürdig eingeschätzt; bei der jüngeren Generation werden sie nur mehr selten verwendet; diese nutzt digitale Medien im Alltag und im Beruf. 61 % der Befragten glauben, dass die digitalen Medien die Printmedien vollständig ersetzen werden, so das ernüchternde Ergebnis. Bewusst sind den jungen Menschen allerdings auch die gesundheitlichen Folgen der Nutzung der digitalen Medien auf den Körper: Belastung der Augen, Schlafstörungen durch blaues Bildschirmlicht, schlechte Körperhaltung und weniger Bewegung. 

Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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