Danken mit Höhenweg-Trikot: Matthias Mayr, Robert Schönweger, Hans Peter Weis, Karin Thaler, Albert Gögele (von links).

Dieser Höhenweg hat seinen Weg gemacht

Publiziert in 25 / 2015 - Erschienen am 8. Juli 2015
Nach 30 Jahren feiern acht Gemeinden aus zwei Bezirken das Glück, am Meraner Höhenweg zu liegen. Der Gefeierte trägt die Nummer 24, ist rot-weiß markiert und 93 km lang. Seit 30 Jahren ist er eine einzige Erfolgsgeschichte. Sein Name: Meraner Höhenweg, das Geheimnis seines Erfolges: Er ist für Wanderer, Naturfreunde und Bergliebhaber jeden Alters gemacht; man kann überall einsteigen, man kann ihn in Abschnitten oder als ganzes mit Übernachtung genießen. Er bietet Arbeitsplätze, ernährt viele Bergbewohner, füllt Seilbahnen und ist vielfach der Grund, dass Gäste in Schnals, Moos, St. Martin, Riffian, Tirol, Algund, Meran, Partschins, Naturns und Schnals Urlaub machen. In acht Veranstaltungen wird sein 30. Geburtstag gefeiert. Die ersten Gratulanten traten in Pfelders und Pfossental auf. Mit der Enthüllung einer Gedenktafel in Katharinaberg am Samstag, 25., und der Begehung der 1.000-Stufen-Schlucht zusammen mit dem Erbauer Robert Schönweger am Sonntag, 26. Juli, geht die Jubiläumsfeier zu Ende. Welch große Bedeutung Gemeinde und Tourismusverein Partschins dem Höhenweg beimessen, zeigten sie mit einer Feier auf Giggelberg. Umrahmt von den Klängen des Duos „Hirzer Schwung“ sprachen Tourismuspräsident Hans Peter Weis, Bürgermeister Albert Gögele und der AVS ­Vorsitzende der Ortsgruppe Partschins, Matthias Mayr Grußworte an die Ehrengäste und Dankesworte an ihren Landsmann Robert Schönweger. Der derzeitige Präsident des Führungsausschusses Naturpark Texelgruppe war als Wege- und Markierungswart der AVS-Sektion Meran unter dem Vorsitz von Helmuth Ellmenreich im wahrsten Sinn des Wortes einer des maßgebenden „Wegbereiter“ der Naturpark-Umrundung gewesen. „Die Idee hatte der Hobbygeologe Oswald Wallnöfer bereits 1975. Ellmenreich hat sie aufgegriffen“, berichtete Schönweger mit sonorer Stimme. „Wir haben nur vorhandene Wege und Steige verbinden müssen, alles in Handarbeit. Mehr als vier - fünf Leute waren wir nie.“ 1976 war der Naturpark erreichtet worden, um den Wettlauf um Erschließungswege, Kraftwerkbauten, Liftanlagen und Hoteldörfer zu gewinnen. „Ich musste voraus weiße Punkte an die Felsen zeichnen“ erinnerte sich Schönweger. „Sobald es den einen oder anderen Protest gegen das ‚Stuan Anmolen‘ gegeben hat, haben wir Gras über die Sache wachsen lassen und dann ging‘s wieder weiter. Es war auch weniger kompliziert als heute.“ Nach einer Stärkung wurde über den bestens gepflegten Weg zur 1.529 m hoch liegenden Nasereit-Hütte gewandert. Vizebürgermeister Luis Forcher, Tourismusreferentin Birgit Egger, Tourismusdirektorin Karin Thaler und Alt-Referent Ewald Lassnig hatten - eingehüllt in die Klangwolke der „Lustigen Strawanza“ - ausgiebig Gelegenheit, über eine Neugestaltung des Verbindungsweges Giggelberg-Nasereit zu philosophieren.
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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