Erst der Blick von oben zeigt, wie unterschiedlich Dachlandschaften mitunter sind.

Disput um Form von Dächern

Publiziert in 34 / 2012 - Erschienen am 26. September 2012
Latsch - Welche Form sollen Dächer haben? Satteldach oder Flachdach? Sind Vorgaben sinnvoll? Wie soll sich die Baukommission verhalten? Es war ein regelrechter Disput über die Dachlandschaften, die sich bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Latsch entfachte. Der Anlass: Der Rat hatte den Durchführungsplan für die Bebauung der Erweiterungszone „Kreuzbichl“ in Latsch zu genehmigen und BM Karl Weiss wollte einen Vorschlag der Baukommission mit einfließen lassen, wonach Satteldächer vorgeschrieben werden sollten. Der Gemeindereferent Walter Theiner meinte, dass man den Bauwilligen die Freiheit lassen solle, selbst zu entscheiden, „sonst werden einige ausgeklammert.“ Die Räte Sepp Kofler, Hans Rungg und andere stimmten dieser Argumentation zu. Karl Weiss erläuterte, dass es darum gehe, einen Mischmasch zu vermeiden und eine möglichst einheitliche Baukultur zu fördern. Am Ende sprach sich die Mehrheit bezüglich „Kreuzbichl“ für einen Kompromiss aus, wonach die Dächer zumindest je nach Einheit (freier Wohnbau, geförderter Wohnbau, Wohnkubatur des Wohnbauinstituts) gleich sein sollten. Wie sich zeigte, ist es auch für die Baukommission - die möglichst alles zu genehmigen versucht - mitunter schwierig, Entscheidungen zu treffen. Wenn z.B. der erste Bauherr ein Flachdach baut, müssten dies dann auch die angrenzenden Bauherren im Sinne einer einheitlichen Dachlandschaft tun. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.