Der Europaparlamentarier Herbert Dorfmann stellte sich kürzlich den vielen Fragen der Schlanderser Oberschüler.

Dorfmann am OSZ Schlanders

Publiziert in 42 / 2014 - Erschienen am 26. November 2014
Schlanders - In der zweiten Amtszeit sitzt der Südtiroler Abgeordnete Herbert Dorfmann seit einigen Monaten im neugewählten Europäischen Parlament in Brüssel und Strassburg. Kürzlich war er bei den Schülern der 4. und 5. Klassen sowie des Leistungskurses „Europa & EU“ des Real- und Sprachengymnasiums Schlanders zu Gast, um über seine Tätigkeit im EU-Parlament zu berichten. Man sei in diesem an dem Punkt angelangt, an dem man sich frage, wie es mit Europa weitergehen soll, erklärt Dorfmann. So gebe es im 751 Sitze umfassenden EU-Parlament ungefähr 150 Abgeordnete, für die die Europäische Idee keinen Sinn macht. Grundpfeiler der Union sei die Sicherung des Friedens in der Union, die Wirtschaft und die Freiheiten, die sie ihren Bürgern bietet (Reise-, Meinungsfreiheit, usw.). Diese Union habe aber auch Probleme. „Es gibt keine europäische Gesellschaft“, so Dorfmann. Die heutige Jugend werde laut dem 45-Jährigen die erste Generation sein, die diese bilden kann, da sie eine „Lingua franca“ zum Ablegen von den massiven Sprachbarrieren entwickelt hat. Auch berichtete er über die Gesetze, die in den Ausschüssen vorbereitet werden und dann vom Europäischen Parlament und dem Rat ratifiziert werden müssen. Anschließend diskutierte er mit den Schülern unter anderem noch über einen möglichen EU-Beitritt der Türkei, die Ukraine-Krise und die Freihandelsbabkommen mit anderen Staaten. MG
Manuel Gruber
Manuel Gruber
Vinschger Sonderausgabe

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