Dr Ournknott

Publiziert in 21 / 2012 - Erschienen am 30. Mai 2012
Eine Wanderung am Partschinser Sonnenberg, der früher auch Stainwand genannt wurde. Er ist ein Sammler und Sucher aus Leidenschaft. Schon sein Leben lang. Ewald Lassnig, 46 Jahre lang Kulturreferent in der Gemeinde Partschins, verpasst seinem Lebenswerk, der Dorfchronik von Partschins, gerade den Feinschliff. Bereits als Jugendlicher habe er Material gesammelt, anfänglich über den Schreibmaschinenerfinder Peter Mitterhofer, erzählt er. „Über 200 Ordner umfasst mein ­Archiv“, sagt Lassnig nicht ohne Stolz, auf 740 Seiten versucht er „55 Sagen, neun Geschichten, u. a. jene über die Entstehung der Texelgruppe und die vier Almen“ unterzubringen. Man darf gespannt sein, auf das umfangreiche, mit Hunderten von Bildern ergänzte Werk, das im Juli erscheint. Eines der Kapitel wird auch den Flurnamen gewidmet sein und damit ist Lassnig der ideale Ansprechpartner, wenn es um die Frage geht, wie kam der Ournknott zu seinem Namen. „Der Name stammt vom Wort Ournhoun, also dem Auerhahn. Die Alm unterhalb des Aussichtsberges war für Jäger ein wichtiger Standort, um einen Auer- oder Spielhahn zu schießen.“ Heute darf er nicht mehr gejagt werden, da er unter Naturschutz steht. Aber wer Glück hat, kann sich an seinem Balzgesang jetzt im Mai, im Bereich der Ournalm, erfreuen. Sagen Übrigens wurde der Ortsteil Partschinser Sonnenberg früher Stainwand genannt, heute erinnert der Straßennamen zu den Höfen noch daran. Wegverlauf: Von der Texelbahn hinauf zum Gasthof Giggelberg und in westlicher Richtung auf den Meraner Höhenweg bis nach Hochforch (1 Std., Jausenstation). Nun steil den grasbewachsenen Hang hinauf bis zur Ournalm (1 Std.) und in weiten Bögen bis unterhalb des Ournknottes (30 Min.). Zwischen Felsblöcken geht es in einem Rechtsbogen auf die Bergrückseite und zum Gipfelkreuz (30 Min.). Als Rückweg wählt man an der Wegkreuzung den linken Weg, der steil hinab ins Schindeltal und an Wiesenhängen entlang bis zum „Adlerhorst“ (50 Min.) und zum Gasthof Giggelberg (30 Min.) führt. Wer noch Lust auf einen längeren Abstieg hat kann unterhalb der Bergstation der Seilbahn den neu angelegen Weg hinab zur Jausenstation Durster nehmen (50 Min.) und dann über Schönleiten oder Birkenwald nach Partschins absteigen. Der Weg Nr. 1 führt zurück zur Talstation (50 Min.). Hinweis: Die Wanderung kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden, also von Giggelberg zuerst bergan zum Ournknott und retour über Hochforch. Wandertipp von Wanderführererin Andrea Kuntner Info: Ziel: Aussichtspunkt Ournknott (2.258 m) oberhalb vom Rabland Charakteristik: Wanderung am Sonnenberg mit etwas Trittsicherheit in steilerem Gelände auf markierten Wegen Kinder: ab 6 Jahren Ausgangspunkt: Berggasthof Gigglberg (1.565 m) Anfahrt: in Rabland an der Ampel links zur Texelbahn, www.texelbahn.com Gesamtgehzeit: 4 Std. Höhenmeter im Aufstieg: ca. 800 m Mögliches Gipfelziel: ­Zielspitze 3.009 m, 3 ½ Std. Kulturelle Besonderheit: Schreibmaschinenmuseum in Partschins, Eisenbahnwelt in Rabland
Andrea Kuntner
Andrea Kuntner
Vinschger Sonderausgabe

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