„Am Limit“ betitelte Heiner Pohl seine neue Terrassenanlage in der Latschander mit Zweigelt- und Blauburgunderreben.

„Edelsteine am Sonnenberg“

Publiziert in 9 / 2013 - Erschienen am 13. März 2013
Höhepunkte der 34. Weinbautagung waren Ehrungen, Fachvorträge und die Einstimmung auf die Lehrfahrt. Tschars - Vor dem Genuss kommt die Weiterbildung. Diesem Grundsatz folgte der Vinschgauer Weinbauverein auch im 33. Jahr seines Bestehens. Entsprechend gestalteten Obmann Leo Forcher und sein verjüngter Ausschuss mit Franz Pratzner als Stellvertreter, auch die Tagung im Josef Maschler-Haus. Eröffnet wurde sie von Bürgermeister Gustav Tappeiner und seiner Stellvertreterin Rita Gstrein Kaserer. Den Auftakt bildete der Rückblick auf ein ereignisreiches Tätigkeitsjahr durch Obmann Forcher. Die vier Dorfverkostungen kommentierte er: „Man muss staunen, mit welch kleinen Mengen die Mitglieder große Weine machen.“ Er streifte den Lieferengpass des Pflanzmaterials, der „Raslen“, und lobte den Einsatz so vieler Ehrenamtlicher bei der 28. Gebietsweinkost auf Schloss Kastelbell. Die nächste vom 14. bis 16. Juni werde in einer anderen Form durchgeführt, kündigte Forcher an. Vom Erscheinen der 6. Ausgabe des „Weinblattls“ kam er auf die gelungene Lehrfahrt nach Bad Dürkheim zu sprechen. Die Herbstbegehung in Goldrain mit dem Besuch der „Solaris“-Reben auf Annaberg und der Verkostung im Schloss Goldrain nannte Forcher „hochinteressant und lehrreich“. Ab September konnten die Mitglieder an Einkellerungsseminaren, Flur- und Rebschnittbegehungen und an einem Flaschenfüllungsseminar teilnehmen. Der Törggele-Ausflug nach Prissian habe nicht nur der Auflockerung, sondern auch der Horizonterweiterung gedient. Immerhin sei es auch dem Weinbauverein zuzuschreiben, dass in den Buschenschänken hervorragende Weine angeboten würden, stellte Forcher zufrieden fest. Nach der Übersicht über Anbauflächen nach roten und weißen Sorten, folgten die Ehrungen der jungen Kastelbeller Mitglieder Heiner Pohl, Marinus-Hof, und Lorenz Tappeiner, Moarhof, für Neuanpflanzungen im schwierigen Gelände. Gedankt wurde mit einer Ehrenurkunde dem Fachbetreuer des Weinbauvereines, Friedrich Menke, und dem langjährigen Amtsdirektor für Obst- und Weinbau, Helmut Scartezzini. Sein Weggefährte auf Bezirksebene, Hans Mair, schilderte bewegt und episodenreich Scartezzinis Verdienste um den Weinbau im Vinschgau. Der Geehrte bedankte sich und nannte die neuen Pflanzungen „Edelsteine am ­Sonnenberg“. Noch vor dem Genussteil hatten sich die Mitglieder auf einen anspruchsvollen Vortrag über den Mehltaubefall durch Thomas Weitgruber und einem gerafften Rückblick auf das Weinjahr 2012 durch Friedrich Menke zu konzentrieren. Den Abschluss bildete die Vorbereitung auf die Lehrfahrt nach „Franciacorta“ in der Provinz Brescia im Juli. Referent Christoph Tscholl ließ dazu „Schaumweine“ aus dem kleinen, aber feinen Anbaugebiet in der Lombardei aufschenken. Günther Schöpf
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.