„Ein Meilenstein“
Grundsteinlegung mit Symbolkraft. Arbeiten beim Schludernser Altersheim schreiten voran.
Schluderns - „Es ist die größte Baustelle, die Schluderns je hatte“, brachte Bürgermeister Heiko Hauser die Bedeutung dieses Baus auf den Punkt. Nachdem der Altbau abgerissen worden war, wurde Ende Juli der Grundstein für den Neubau des Alten- und Pflegewohnheims gelegt. Ein symbolischer Akt mit viel Gewicht. „Die Grundsteinlegung ist generell der Meilenstein eines Projektes. Es ist ein wichtiges historisches Ereignis für uns“, unterstrich Hauser an diesem Freudentag. Er blickte auf die Geschichte dieses Projekts zurück und erinnerte daran, wie langwierig alles gewesen sei. Um eine moderne Struktur mit den Anforderungen für eine zeitgemäße Betreuung zu schaffen, habe der Gemeinderat entschieden, das alte Gebäude zur Gänze abzureißen und an derselben Stelle einen Neubau zu errichten. Unter anderem die Preissteigerungen, aber auch ein Rekurs hätten den Baustart verzögert. „Immer wieder konnten Lösungen gefunden werden, damit wir jetzt hier sind, wo wir sind“, so Hauser. Zwischenzeitlich seien die geschätzten Kosten für das Projekt auf rund 28 Millionen Euro angestiegen, es musste überarbeitet werden. Das neue Projekt des Architekturbüros „Dejaco + Partner“ sah schließlich einen Stock weniger und mehr Zweibettzimmer vor. So entstehen wie bisher 50 Betten, davon 38 Einzelzimmer und sechs Zimmer mit zwei Betten. „Die Kosten konnten auf 21,5 Millionen Euro reduziert werden“, erklärte Hauser. Finanziert wird das Mega-Projekt vom Land sowie von den drei Gemeinden Schluderns, Prad und Stilfs. Mit den Abbrucharbeiten des alten Heims war im Februar begonnen worden.
„Neu denken“
Landesrätin Rosmarie Pamer lobte die Gemeindeverwaltung für ihre Weitsicht. „Wenn man neu baut, kann man neu denken“, so Pamer. Zudem könnten hier mit Kindergarten und Kita unmittelbar daneben Synergien genutzt werden. „Es ist ein Zentrum, in dem Jung und Alt miteinander leben“, unterstrich Pamer. Auch, dass Tagespflege vorgesehen sei, sei wichtig, hob die Landesrätin hervor. So könne man Angehörige entlasten. Die Freude über den gelungenen Baufortschritt sei Bürgermeister Hauser anzusehen: „Es ist zwar heiß, aber er strahlt wie eine Weihnachtskugel“, zog die Landesrätin einen Vergleich.
Blechbüchse mit Zeit-Dokumenten
Für die Grundsteinlegung wurde eine Blechbüchse in den frisch gegossenen Beton eingelassen. Darin befinden sich eine Urkunde mit den wichtigsten Informationen zum Bau sowie den bedeutendsten weltpolitischen Ereignissen unserer Zeit, die Einladung zur Grundsteinlegung, Pläne, Grundrisse, Renderings des Projekts und weitere Unterlagen. Auch einige Cent-Münzen durften nicht fehlen. Die Musikkapelle Schluderns umrahmte den Festakt musikalisch.