Feierlich wurde am 16. Juli der neue Dorf- und Parkplatz gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.
Für die Segnung aus Afrika angereist waren (von links): Joseph Mpala und Steven Mudoola.
Der neue Dorfplatz ist nicht nur ein Treffpunkt für Menschen, sondern ist auch ein Parkplatz für insgesamt elf Fahrzeuge.

Ein Treffpunkt für Vetzan

Die Vetzaner haben ihren neuen Dorfplatz offiziell seiner Bestimmung übergeben und ihn nach Missionar Luis Helfer benannt.

Publiziert in 26 / 2017 - Erschienen am 18. Juli 2017

Vetzan - Schon lange war er ein Anliegen der Vetzaner Bevölkerung und doch brauchte es einige Zeit, bis die Vetzaner einen Dorfplatz bekommen haben. Bis zuletzt wurden noch abschließende Bauarbeiten durchgeführt und im Schlanderser Gemeindeausschuss war der Platz gar als schwierige Baustelle bekannt, wie Bürgermeister Dieter Pinggera berichtete. Umso größer war die Freude der Vetzaner, als am 16. Juli der rund 450 Quadratmeter große Dorfplatz offiziell seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Die besondere Herausforderung bestand laut dem Bürgermeister darin, auf der Fläche nördlich der Vetzaner Kirche nicht nur einen Dorf- bzw. kleinen Festplatz zu schaffen, sondern auch einen Parkplatz. Insgesamt bietet der neugeschaffene Platz, der vom Architektentrio Christoph Gapp, Kuno Mayr und Claudia Kaufmann gestaltet worden war, elf reguläre PKW-Stellplätze. Die drei Architekten waren aus dem Ortsraumgestaltungswettbewerb, der im Rahmen des Entwicklungskonzeptes Schlanders 2020 durchgeführt worden war, als Sieger hervor gegangen und hatten den Auftrag zur konkreten Ausführungsplanung bekommen. Neu gestaltet wurden damit auch der Buswendeplatz sowie ein Lagerhaus, das errichtet wurde und unter anderem Platz für die technischen Anlagen sowie an der Außenfassade Platz für das Anbringen von Informationen bietet.

Nach Missionar Luis Helfer benannt

Dass den Vetzanern ihr neuer Dorfplatz wichtig ist, zeigt wohl auch, dass sie ihn nach „ihrem“ Missionar Luis Helfer (1936-2014) benannt haben. Dieser war über Jahrzehnte in Uganda als Missionar aktiv gewesen und hatte dort mehrere Pfarreien gegründet und für den Priesternachwuchs Sorge getragen. Zwei, die aus diesen Pfarreien stammen, waren am 16. Juli mit dabei. Joseph Mpala aus der Pfarrei Kagoma, der ersten Pfarrei von Helfer, und Stephen Mudoola, der mit Helfer zusammengearbeitet hatte, hatten den weiten Weg nach Vetzan nicht gescheut, um bei der Segnung dabei zu sein. Vorgenommen hat die Segnung Dekan Josef Mair im Beisein zahlreicher Vetzaner, des Kirchenchors, der Feuerwehr, der Bürgerkapelle Schlanders und zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Kirche. Im Anschluss an die traditionelle Margarethenprozession durch das Dorf erinnerte er an die wichtige Funktion eines Dorfplatzes für die Gemeinschaft, der als Treffpunkt für Gespräche, für die Erholung oder für die Information zu sehen ist. Auch Monika Bleimschein, die Vetzaner Vertreterin im Pfarrgemeinderat Schlanders, zeigte sich davon überzeugt und sagte: „Der Platz soll ein Ort der Begegnung werden.“  Die Kosten für den Platz beliefen sich auf 530.000 Euro, die von Land und Gemeinde übernommen wurden.

Manuel Gruber
Manuel Gruber
Vinschger Sonderausgabe

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