Ein Gruppenfoto der neuen Sozialbetreuerinnen

Einfach wird es nicht, aber mit Sicherheit erfüllter

Publiziert in 20 / 2005 - Erschienen am 20. Oktober 2005
Latsch - Das zukünftige Berufsleben der 13 Sozialbetreuerinnen, die kürzlich im Latscherhof ihre Diplome entgegen nehmen durften, wird nach vier Jahren theoretischer und praktischer Ausbildung, nicht einfacher, aber erfüllter. 1300 praktische Kursstunden haben sie in sozialen Einrichtungen des In- und Auslandes in Pflege und Betreuung bereits absolviert; 1.700 Stunden wurden für theoretische Grundlagen aufgewendet. Moderiert vom stellvertretenden KVW-Bezirksleiter, Josef Bernhart, konnten Berufsschuldirektor Luigi Loddi und die stellvertretende Landesleiterin Rosa Weissenegger an die 13 Sozialbetreuerinnen zwischen Reschen, Sulden und Naturns den Befähigungsnachweis überreichen. Organisiert worden war die Ausbildung von Andrea Kofler und Helene Tappeiner, finanziert von der Abteilung 20 der Landesregierung. Die neuen Sozialbetreuerinnen heißen Gudrun Ebensberger, Ruth Gander Thialer, Isolde Heinisch, Elisabeth Hohenegger, Irmgard Hohenegger, Erika Nemeth, Sibylle Niederegger, Christa Pirhofer, Claudia Gorfer Raffeiner, Barbara Theiner, Annemarie Thialer, Rosamunde Wegmann Flora und Martina Wilhalm. (s) Menschenbilder im Jahreslauf Auf der Suche nach einem Praxis bezogenen Projekt im Fach Deutsch wurde ein Kalender mit elf Lebensbildern von Menschen mit Behinderungen gestaltet. Mit ihnen hatten sich die 13 neuen Sozialbetreuerinnen bereits in der Ausbildung auseinander gesetzt. Diese Erfahrungen wurden verschriftlicht und von der Deutschlehrerin Waltraud Plagg in die druckreife Kalenderform gebracht. (s) Wieder ins Leben zurück gefunden Ihr Leben war ganz plötzlich aus der Bahn geworfen worden. Der Verkäuferin Rosamunde Wegmann Flora aus Mals wurde eines Morgens mitgeteilt, dass ihr Sohn Opfer eines Verkehrsunfalls geworden war – schuldlos, als Mitfahrender. Jahrelang gelang es ihr nicht, diesen Schicksalsschlag zu überwinden. Erst die Ausbildung zur Sozialbetreuerin habe ihr gezeigt, dass das eigene Leid ganz klein werden kann, wenn man sich mit dem Leid anderer beschäftigt.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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