Einigung oder Richterspruch?

Publiziert in 9 / 2013 - Erschienen am 13. März 2013
Martell/Laas/Latsch - Noch ist offen, ob in Sachen Marteller Konzession eine außergerichtliche Einigung zwischen Land, VEK (Vinschgauer Energiekonsortium) und HYDROS GmbH (60% SEL, 40% EDISON) erzielt werden kann, oder ob es am 20. März vor dem Massermagistrat in Rom zum Hauptverfahren kommt. Der Laaser BM ­Andreas Tappeiner bestätigte dem der Vinschger, dass das Auflagenheft unterschrieben wurde. Auch die überfälligen Umweltgelder für 2011 und 2012 - es geht jeweils um rund eine Mio. Euro - seien definiert worden. „Noch unklar ist, ob es für die Auszahlung einen Beschluss der Landesregierung braucht,“ so Tappeiner am 6. März. Unabdingbar für eine außergerichtliche Einigung sei ein direktes Strombezugsrecht zu Gunsten der Vinschger Gemeinden. Um eine wirkliche Erneuerung in der Energiepolitik einleiten zu können, muss die SEL zunächst eingestehen, dass sie Fehler gemacht hat. Sie muss daher konkrete Schritte setzen, um diese Fehler wieder gut zu machen, denn sonst ist ein Interessensausgleich zwischen Land und Gemeinden nicht möglich. Mit diesen klaren Worten wartete unlängst der VEK-Präsident und Kammerabgeordnete Albrecht Plangger in einer RAI-Radiosendung auf. Sinngemäß befinde sich die SEL noch immer auf dem „hohen Roß“. Bei kleineren Wasserkraftwerken mit einer Nennleistung von bis zu 3 MW sollte die SEL grundsätzlich draußen vor der Tür bleiben. Auch die Frage, wo der „Stromschlichter“ Giuseppe Caia geblieben sei, warf Plangger auf. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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