Zahlreiche Politker und Gäste kamen zur Versammlung. Im Bild einige „Freunde der Eisenbahn“ mit (v.l.) Siegfried Tutzer, Karl Bernhard, Ludwig Fabi, Klaus Runer, Arthur Scheidle, Bern-F.Geppert, Joachim Dejaco, Präsident Walter Weiss, Arno Kompatscher, Franziska Mair Kreidl, Zeno Christanell, Paul Stopper und Astrid Pichler.
Voller Saal in Terlan.

Eisenbahnfreunde treffen sich 

Die Freunde der Eisenbahn blickten bei ihrer 19. Jahreshauptversammlung zurück und nach vorne. 

Publiziert in 3 / 2020 - Erschienen am 28. Januar 2020

TERLAN - Der Verein Freunde der Eisenbahn, mit Sitz in Staben, hielt kürzlich seine Jahreshauptversammlung ab. Auch wenn die Versammlung diesmal in Terlan vonstattenging, waren zahlreiche Mitglieder mit dabei. Präsident Walter Weiss konnte über 100 Teilnehmer begrüßen, darunter den Landtagsabgeordneten Franz Locher und zahlreiche Bürgermeister Südtirols. Im Tätigkeitsbericht verwies Weiss auf ein erfolgreiches Jahr. Der Erlebnisbahnhof Naturns hatte mehr als 2600 Besucher. 20 freiwillige Helfer standen dabei regelmäßig im Einsatz. 
Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte, wie wichtig die Eisenbahn für eine gute Erreichbarkeit sein. Er meinte, dass die Eisenbahn das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs in Südtirol sei und dies in Zukunft noch stärker sein werde. Gerade jetzt, wo die Pustertalerlinie im oberen Abschnitt wegen der Umweltschäden länger nicht befahrbar ist, merke man wie sehr die Bahn gebraucht wird. Er verwies auf die neuen Zugangebote, die seit dem Fahrplanwechsel Südtirol besser anbinden, zum Beispiel einmal den neuen Railjet nach Wien und die neue Frecciarossa nach Mailand. Der Landeshauptmann verwies auch auf die Verträge mit dem Schienenbetreiber RFI, welche den Bau der Riggertalschleife, die Beschleunigung der Bahnlinie Bozen-Meran und den Bau des Virgltunnels in Bozen ermöglichen. Der Generaldirektor der STA (Südtiroler Transportstrukturen AG), Joachim Dejaco, sprach über das Fahrplankonzept 2023-2026, das mit der Elektrifizierung der Vinschgerbahn und der Riggertalschleife den öffentlichen Nahverkehr revolutionieren solle. Ohne Umstieg könne man dann von Mals nach Lienz und Innsbruck kommen. Auf der Strecke Meran-Bozen seien Regionalexpresszüge mit weniger als 30 Minuten Fahrzeit vorgesehen. 

Spondinig ist „Bahnhof des Jahres“

Arthur Scheidle stellte den Sieger des achten Wettbewerbs „Bahnhof des Jahres“ vor: Der Preis ging dabei an Spondinig. Der Jurypräsident begründete die Entscheidung damit, dass das Gebäude grundsaniert worden sei, die neue Brücke über die Etsch schaffe zudem einen direkten Zugang, es gebe eine gute Verknüpfung mit dem Bussystem. Auch verfüge der Bahnhof über eine gute Anbindung an den Vinschger Radweg und an die Staatsstraße. Zudem wurde lobend erwähnt, dass der Bahnhof ein Dienstleistungszentrum mit sechs kulturellen Institutionen beherbergt. Zudem gebe es eine gute Beschilderung und auch die Sauberkeit sei vorbildhaft.
Der Bürgermeister von Prad, Karl Bernhart bedankte sich für die Ehrung. Die Gemeinde Prad habe einige Attraktionen, wie zum Beispiel das Naherholungsgebiet Prader Sand, das vom Bahnhof aus leicht erreichbar sei, da eben letztes Jahr die Fußgängerbrücke errichtet worden ist. Die feierliche Vergabe des Schildes „Bahnhof des Jahres“ findet am 9. Mai 2020 am Bahnhof Spondinig statt.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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