Engelbert Agethle, Adalbert Tschenett und Pfarrer Paul Schwienbacher (Bildmitte) eröffnen die Gedenkfeier in Spondinig.

„Erinnerung schafft Gemeinsamkeit“

Publiziert in 40 / 2013 - Erschienen am 13. November 2013
Die Gedenkfeier am Soldatenfriedhof in Spondinig war auch in verkürzter Form eine würdevolle Erinnerung an die Gefallenen beider Weltkriege. Spondinig - Der Kameradschaftsbund aus Vorarlberg war da, die Vertreter des Südtiroler Schwarzen Kreuzes, die Fahnenabordnungen der Schützen und des Südtiroler Kriegsopfer- und Frontkämpferverbandes (SKFV) standen bereit, um am Seelensonntag der Gefallenen der beiden Weltkriege zu gedenken. Trotzdem wagten es SKFV-Bezirksobmann Engelbert Agethle, Friedhofswart Adalbert Tschenett und die Bezirksleitung der Schützen mit Major Peter Kaserer und Stellvertreter Martin Wielander nicht, die traditionelle Feier mit Gottesdienst und Festreden abzuhalten. Obwohl der Regen nachließ, musste entschieden werden. Zu unsicher war die Wetterlage. Dass es trotzdem eine würdevolle Feier wurde, war auch dem Umstand zuzuschreiben, dass Pfarrer Paul Schwienbacher aus Schluderns, viele Besucher und Abordnungen der Schützenkompanien, sowie die Bürgermeister der Gemeinden Schluderns, Laas und Prad schon auf dem Weg waren. Nach der Einleitung mit Gebet und Kranzniederlegung des SFKV und des Vorarlberger Kameradschaftsbundes stimmten Musikanten aus Tschengls die Melodie von Ludwig Uhland aus dem Jahre 1809 an: „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Da der historische Gefallenenfriedhof auf Schludernser Gemeindegrund liegt, trug Bürgermeister Erwin Wegmann besinnliche Gedanken zu Gedenktag und Trauerarbeit vor. „Erinnern heißt nicht nur, in die Vergangenheit zurück zu blicken“, sagte Wegmann. „Erinnern hat auch viel mit der Gegenwart zu tun. Die Vergangenheit hält Aufschlüsse für die Gegenwart bereit. Frühere Irrwege können wir nur vermeiden, wenn wir uns mit ihnen auseinandergesetzt haben.“ Den tieferen Sinn von Erinnerung sah Bürgermeister Wegmann darin, dass sich Gemeinsamkeiten schaffen, dass jungen Menschen, die zu früh sterben mussten, ein Gesicht gegeben werde. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
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