Der Gemeinderat unter dem Vorsitz von Jürgen Klotz nahm das Tourismuskonzept einstimmig an.

„Es ist alles ein Radl“

Publiziert in 26 / 2013 - Erschienen am 17. Juli 2013
Plaus will sich für seine touristische Zukunft fit machen. Man kennt die Bedeutung des Tourismus im Räderwerk Wirtschaft. Plaus - Für den Plauser Bürgermeister Jürgen Klotz „ist alles ein Radl“. Die einzelnen Wirtschaftsbereiche treiben sich gegenseitig an. „Wir Verwalter haben die Pflicht, für alle Bereiche die günstigsten Voraussetzungen zu schaffen.“ Bekanntlich hat sich der Tourismusverein Plaus mit seinen 54.000 Nächtigungen im Jahre 2012 schon 1999 dem Tourismusverein Naturns angeschlossen. Sinngemäß musste der Bürgermeister auf diese Pflicht mehrfach hinweisen. Nicht allen Gemeinderäten war die Bedeutung eines Tourismusentwicklungskonzeptes für die 707-Einwohner-Gemeinde von Anfang an klar. Dabei hatte Tourismusexperte Alois Kronbichler in der Präsentation seines Konzeptes auf einige Besonderheiten hinweisen können, die für Plaus vielversprechend klangen und durchaus positiv in eine touristische Zukunft blicken ließen oder lassen. Mit Bürgermeister Klotz, mit den Referenten Christoph Gögele, Heinrich Kainz und mit Hotelier Thomas Schuler hatte Kronbichler eine Zunahme an aktiven Unternehmen von 10 Prozent in den letzten 10 Jahren und gut aufgestellte kommunale Infrastrukturen feststellen können. Auch die ruhige Lage und der öffentliche Nahverkehr erhielten Bestnoten. Erweiterbar sah die Gruppe das Angebot an Parkplätzen im Zentrum und den Haltetakt des Vinschgerzuges. Wie in anderen Gemeinden auch konnte die Arbeitsgruppe einen signifikanten Rückgang von nicht gewerblichen Betten feststellen. Schon 1977 hatte Plaus 411 Betten, davon 211 gewerbliche und 200 nicht gewerbliche. 2012 waren von 411 Betten nur mehr 79 nicht gewerblich. Erfreulich über dem Durchschnitt liege Plaus in der Aufenthaltsdauer mit 5,6 Tagen gegenüber den 4,9 Tagen südtirolweit. Die Vollbelegtage würden den Landesdurchschnitt erreichen. Was Kronbichler Sorgen bereitete, war der empfindliche Rückgang an deutschen Gästen. Es folgte eine umfangreiche Liste an Plus-Punkten für Plaus, darunter das Wanderwegenetz, die Themenwege, die 100 Kilometer an beschilderten Radwegen, die drei öffentlichen Kinderspielplätze und die Freizeitmöglichkeiten der angrenzenden Marktgemeinde Naturns in nächster Nähe. Den eigentlichen Trumpf sah Heinrich Kainz, der einzige Touristiker im Kreis der anwesenden 11 Räte, in der Lage seines Dorfes: „Wir haben das Glück die Seilbahn nach Aschbach vor der Haustür zu haben und die Seilbahnen in Unterstell und am Giggelberg bequem zu erreichen.“ Im „zusammenfassenden Fazit“ stellte die Arbeitsgruppe fest, dass eine Ausweisung von Tourismuszonen in Plaus zu befürworten sei. Im Konzept empfahl sie bis 2023 ein zusätzliches Kontingent von 250 Betten bei einer maximalen Betriebsgröße von 60 Einheiten, also 120 Gästebetten. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.