Das heurige Bezirkstreffen der Vinschger und Burggräfler Seniorenwohnheime fand im Alten- und Pflegeheim in Latsch statt.
Iris Cagalli und Alexander Janser hießen die Teilnehmer willkommen.
Moritz Schwienbacher (links) und Oswald Mair.

Fruchtbringender Austausch

Publiziert in 22 / 2017 - Erschienen am 13. Juni 2017

Latsch - Jedes Jahr treffen sich die Führungskräfte der 5 Vinschger und 21 Burggräfler Seniorenwohnheime zu einem Bezirkstreffen, um die strategischen Pläne des Verbandes der Seniorenheime Südtirols (VdS) zu besprechen und zu vertiefen, über bisherige und neue Betreuungsformen zu diskutieren, gemeindeübergreifende Formen der Zusammenarbeit zu erörtern sowie über Personalführung, Kosten und viele weitere Themen und Anliegen zu sprechen. Das heurige Bezirks­treffen fand am 7. Juni im Alten- und Pflegeheim Latsch statt. Präsident Alexander Janser und Direktorin Iris Cagalli konnten dazu nicht nur viele Präsident/innen und Direktor/innen aus dem Burggrafenamt und  dem Vinschgau begrüßen, sondern auch den neuen VdS-Präsidenten Moritz Schwienbacher, den Direktor Oswald Mair mit seiner Mitarbeiterin Annasofia Miglioli sowie Beatrix Kaserer (Vorsitzende der Berufsgemeinschaft der Dirketor/innen und Vorstandsmitglied im VdS) und Martin Telser (Vorsitzender des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit und Präsident des Seniorenwohnheims Eden in Obermais). Janser und Cagalli verwiesen auf das Leitbild des Heims in Latsch: Selbstbestimmt Leben im Alter. Dieses Leitbild stellt laut Cagalli die Individualität auf dieselbe Ebene der Gemeinschaft. Eine professionelle Seniorenbetreuung sei eine notwendige und fachliche Dienstleistung und deren Inanspruchnahme soll keine Entmündigung durch Pflegeexperten oder Grund zur Scham für Angehörige sein. „Wir bemühen uns, gemeinsames Wohnen zu er­möglichen, Lebensmomente gemeinsam zu gestalten und eine angemessene Pflege- und Betreuungsqualität zu gewährleisten, indem wir den Senioren auch Herzenswünsche erfüllen“, so die Direktorin. Man brauche keine Angst zu haben, in Heime zu übersiedeln, denn diese seien keine „anonymen Riesenbetriebe.“ Den Vorsitz des Treffens führte Moritz ­Schwienbacher. Zu den Hauptthemen gehörten die künftige Orientierung der stationären Seniorenarbeit und die Weiterentwicklung im Bereich der Beratung für pflegebedürftige Angehörige. Zu den heurigen Arbeitsschwerpunkten des VdS zählt die Sensibilisierung von Jugendlichen für einen Ausbildungsweg im Bereich der Seniorenbetreuung. „Wir werden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Südtiroler Sparkasse und anderen Partnern im Sommer 300 entlohnte Ferialpraktika vergeben. Ein Projekt, dem wir alle mit Spannung und Freude begegnen“, so Oswald Mair. Schwienbacher hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Anlaufstellen für Pflege und Betreuung bürgernah weiterzuentwickeln. Die Seniorenwohnheime im Vinschgau verfügen derzeit über 325 Betten, im Burggrafenamt (inklusive Naturns und Partschins) sind es 976. Die Zahl der Pflegegeldempfänger im Vinschgau, die zu Hause leben, beläuft sich auf 807, im Burggrafenamt sind es 2.411. Im Vinschgau gibt es über 500 Betreute der Hauspflege, im Burggrafenamt über 1.160. Im Rahmen des Treffens wurde auch die Spitalkirche besichtigt. Die Chefköche des Heims in Latsch und des Heims Eden in Obermais warteten mit einem Brunch auf.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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