Kurzbegehung auf der Seite des „Sailerwiesl“ mit den Palabirnbäumen: Hans Martin Pohl, Barbara Nagl, Gianni Bodini, Lena Traut, Patrick Wellenzohn (Baufirma), Peter Paul Pohl, Architektin Elke Ladurner, Maria Luise Theiner, Evelyn Altstätter, Stephan Marx, Christiane Steiner, Werner Gurschler, Stephan Niederfriniger, Martin Traut (von links unten).

Geschichtsträchtig und markant

Publiziert in 21 / 2016 - Erschienen am 1. Juni 2016
Das Palabirnhaus setzt eine Häusergeschichte fort mit Badhaus, Färberei, Schießstand, Mühle und zuletzt mit dem Marzadro-Haus. Schlanders - Das „Palabirnhaus“ hat nun den Segen von oben und Schlanders wieder einen markanten Ortszugang im Osten. Ein paar Tropfen Weihwasser hatte Dekan Josef Mair auch für Bauträger, ­Architekten, Bauleiter, Handwerker, Planer, Mieter und Ehrengäste übrig. Alle waren in bester Stimmung, alle umrahmt von exklusiver Klarinettenmusik des Quartetts „die Holzigen“ aus Tschars und alle mit leckeren Häppchen versorgt. Das traditionelle Band schnitten Junior-Chef Hans Martin Pohl und Architekt Stephan Marx gemeinsam durch. In seinen Grußworten skizzierte Pohl die Baugeschichte, bezeichnete sich und seine Familie als „begeisterte Schlanderser“, die besonders dieses Projekt als Herausforderung betrachtet hätten. „Wir haben lange daran gearbeitet“, meinte er, „und was wir hier stehen haben, ist vielleicht der 10. Entwurf, den wir mit dem Architekten durchgegangen sind.“ Qualität sei ein Anliegen gewesen in diesem Entwicklungsprozess zwischen seinem Unternehmen, dem Architekten und der Gemeindeverwaltung. Architekt Stephan Marx erwähnte die Vielzahl der negativen und positiven Meldungen im Vorfeld, dankte Bauleiter Stephan Niederfriniger und ging auf das Grundkonzept ein. Dies baue auf die Dorfgeschichte auf. Das ehemalige „Marzadro-Haus“ hätte als Inselhaus die Funktion eines Verkehrsriegels zum Dorf gehabt. „Im Grunde haben wir das Haus nur um ein Stockwerk erhöht und sind weder vorbei, noch herum, sondern darunter hindurch gefahren“, erklärte Marx. Modern interpretiert mit harter Fassade zur Straße und offener Fassade zum ehemaligen „Sailerwiesl“, heute Palabirnanger, sei die Funktion des Riegels wieder aufgenommen worden und ein Mischgebäude zwischen Wohnungsanlage und Bürohaus entstanden. Da diese Zufahrt durch den Kreisverkehr und verschiedene öffentliche Gebäude wieder an Bedeutung zugenommen habe, werde man zur Gestaltung des Vorplatzes einen Verkehrsexperten heranziehen, vertraute Marx dem der Vinschger an. Zur Abbruch- und Baugeschichte hatte der Palabirnhausbewohner Nummer 1, Fotograf Gianni Bodini, eine kleine Bild­dokumentation vorbereitet. Bei seiner kurzen Privatführung zeigte er als eigentlichen Grund, im Palabirnhaus zu wohnen, einen kleinen Garten mit Vinschger Marillenbaum und Gemüse unter seinem Balkon. Zusätzlich zum Palabirnhaus ist laut Hans Martin Pohl „ein nächstes sehr schönes und architektonisch spannendes Projekt in Schlanders in Planung.“ Günther Schöpf
Günther Schöpf
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