Im Bild (v.l.): Ing. Karl Christandl (Patscheider und Partner), Referent Leonhard Plattner, Referent Peter Erlacher, Schuldirektorin Virginia Tanzer, Referent Florian Mayr, Peter Spechtenhauser, Verantwortlicher für berufliche Weiterbildung an der LBS Schlanders, sowie Armin Angerer (Patscheider und Partner).

Großes Interesse am Thema Baubiologie

Publiziert in 13 / 2014 - Erschienen am 9. April 2014
Zum Informationsabend zum Thema „Baubiologie im Wohnbau“ im Kulturhaus von Mals haben sich ca. 90 Zuhörerinnen und Zuhörer eingefunden Mals -Sie kamen von überall her, Frauen und Männer, Jüngere und Ältere: Sie alle wollten mehr erfahren zu den Themen Baumaterialien, Elektrosmog und Schimmel aus dem Blickwinkel der Baubiologie. Ingenieur Karl Christandl von „Patscheider Partner Engineers“ aus Mals zeigte sich erfreut über das rege Interesse. Die Ingenieur-Gemeinschaft hatte zu diesem Abend mit Diskussionsrunde eingeladen in Zusammenarbeit mit der Landesberufsschule Schlanders, der „baubiologie südtirol“ und dem Bildungsausschuss Mals. Peter Spechtenhauser, zuständig für die Weiterbildung an der Berufsschule Schlanders, moderierte den Abend, Grußworte sprach Schuldirektorin Virginia Tanzer. Peter Erlacher, Baubiologe aus Naturns, sagte gleich zu Beginn, dass das Thema Baubiologie ein sehr umfangreiches sei. Schallschutz, Baustoffe, Raumklima, Energie, Wasser, Raumgestaltung und Bauplatz gehörten dazu. Er unterschied zwischen schadstoffarmen und problematischen Baustoffen. Schadstoffarm zu wohnen bedeute einerseits schadstoffarme Baustoffe zu verwenden, andererseits das Nicht-Rauchen in den Räumen. Er sprach von Holzfaserplatten und Kork, vom Schaumbeton, besser bekannt als „Mineralschaum“, von Flachs und Zellulose-Flocken. Wichtig sei zudem, dass Baustoffe keine giftigen Zusatzstoffe enthielten, Formaldehyd sei zum Beispiel sehr bedenklich. Leonhard Plattner aus Jenesien, Elektrotechniker und Baubiologe, „schockte“ mit einem praktischen Beispiel. Er hatte ein kleines Messgerät dabei und zeigte damit, dass dieses bereits aufleuchte, wenn die Nachttischlampe gar nicht eingeschaltet ist. Unter Elektrosmog verstehe man künstliche elek­trische und magnetische Felder, die durch elektrische Leitungen und Kabel sowie durch elektrische Geräte verursacht werden. Der „hausgemachte“ Elektrosmog werde beispielsweise durch Schnurlostelefon, Mikrowellenherd, Energiesparlampen, Radiowecker verursacht sowie durch Hochspannungsleitungen, Telefonumsetzer, verschiedene Funkdienste. Je stärker die Felder den menschlichen Organismus beeinflussten, desto schwerwiegender könnten die gesundheitlichen Folgen sein. Diese wirkten auf den Körper, erzeugten immer mehr Stresshormone und schwächten so das Immunsystem. Er berichtete zudem über mögliche Maßnahmen wie Netzfreischalter oder unterschiedliche Abschirmmaterialien. Florian Mayr, Malermeister aus Meran, sprach über Ursachen und Beseitigung von Schimmel. Die Schimmelbildung hänge mit dem Material, der Feuchtigkeit und den Heizsystemen zusammen. Schimmel könne auch durch Baufeuchte entstehen. Wichtig sei die richtige Auswahl der Bau- und Malermaterialien zu treffen, richtig zu lüften und bei Schimmelbefall, die fachgerechte Entfernung desselben. dany
Daniela di Pilla
Daniela di Pilla
Vinschger Sonderausgabe

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