Landesrat Arnold Schuler

„Gute Nachbarschaft hat Erfolg im Obstbau“

Publiziert in 32 / 2018 - Erschienen am 25. September 2018

Vinschgau -  „In einem kleinen Land wie Südtirol müssen die Landwirte auf engstem Raum ihr Obst produzieren, deshalb ist ein gutes Mit- und Nebeneinander der Anbauweisen ganz besonders wichtig. Zudem gelten in Italien äußerst strenge Grenzwerte. Bio-Produkte oder biologische Futtermittel dürfen nicht mehr als 0,01 mg/kg an Rückständen von konventionellen Betriebsmitteln aufweisen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesrates Arnold Schuler. Das Verhältnis zwischen biologisch und integriert wirtschaftenden Landwirten sei aber viel besser, „als es in der Öffentlichkeit oft dargestellt wird. Die Bauern bemühen sich seit Jahren, die Abdrift mit geeigneten Maßnahmen zu reduzieren. In den letzten Jahren hat sich viel in dieser Hinsicht getan und die beiden Anbauweisen passen sich ständig neuen Erkenntnissen an. Durch geeignete Maßnahmen, die zwischen den biologisch- und integriert wirtschaftenden Landwirten vereinbart werden, wird das Überwehungsrisiko auf die benachbarten Kulturen minimiert.“ Auch die moderne Technik ermögliche es, die Abdrift auf ein Minimum zu reduzieren. „Bei dem integrierten und biologischen Obstbau haben wir mittlerweile ein sehr hohes Qualitäts- und Sicherheitsniveau erreicht“, so Landesrat Arnold Schuler. Im Vinschgau werde bereits seit vielen Jahren ein Randreihenmanagement durchgeführt: „Hier sind wir europaweit führend. So sind im Vinschgau selbst die Randreihen biologisch bewirtschafteter Anlagen, die an integriert bewirtschaftete Obstanlagen angrenzen, zu über 90 Prozent biokonform.“ Das sei ein klares Zeichen, „dass unseren Bauern das Thema Abdrift ein großes Anliegen ist und wir das Problem im Griff haben.“ Für Aufregung hat kürzlich der Fall Ägidius Wellenzohn gesorgt, wobei laut Schuler jetzt bekannt wurde, „dass die gezogenen Fruchtproben des Biobauern Ägidius Wellenzohn biokonform sind, weil alle Proben unter der Nachweisgrenze liegen.“

Redaktion

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