Im Bild (v.l.) KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner, Schwester Teresa Zukic und die Vinschger KFS-Berzirksleiterin Priska Theiner.

Im Zeichen der Familie

Publiziert in 14 / 2014 - Erschienen am 16. April 2014
Um die „Kraftquelle Familie“ ging es bei der Landesversammlung des Katholischen Familienverbandes (KFS) in Latsch. Hunderte von KFS-Mitgliedern füllten das Latscher CulturForum bei der 48. Landesversammlung des Familienverbandes. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch Vertreter aus der Politik, wie der neue Latscher Bürgermeister Helmut Fischer, seine Stellvertreterin Sonja Platzer, die Landesräte Richard Theiner, Philipp Achammer, Waltraud Deeg sowie der Landtagsabgeordnete Helmut Renzler und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann. Bürgermeister Fischer zeigte sich erfreut, dass die Landesversammlung in Latsch stattfinde und auch er betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Familie: „Sie gibt mir Rückhalt. Gerade in der Politik braucht es auch solche Kraftquellen. Insbesondere der Sonntag sollte für die Familie da sein.“ Die KFS-Landesvorsitzende Angelika Mitterrutzner erklärte: „Als KFS ist es für uns wichtig, dass die Familie im Mittelpunkt des Denkens und Handelns der öffentlichen Verwaltung steht und bei allen Gesetzesvorhaben gesondert berücksichtigt wird“. Zum positiven Familienbild gehöre es auch, dass alle Familienformen gleichwertig und gleich wertvoll sind. „Kein Familienbild ist grundsätzlich besser oder schlechter“, so Mitterrutzner. Dem KFS sei es ein großes Anliegen, eine positive Einstellung und Sichtweise zur Familie zu vermitteln, „denn Familien brauchen mehr Wertschätzung“. Ebenso wie es in einer Partnerschaft Herausforderungen zu meistern gebe, sei manchmal auch das Familienleben mit Kindern kompliziert. Aber: „An den meisten Tagen im Jahr sind Kinder eine Bereicherung für ihre Eltern und das beste Geschenk, das Mann und Frau sich selber machen können“, zeigte sich Mitterrutzner überzeugt. Die KFS-Chefin forderte qualitativ hochwertige Betreuungseinrichtungen sowie die Wertschätzung der Familien- und Erziehungsarbeit. Angekündigte Kürzungen im Sozialbereich von rund 3,5 Prozent stimmen den KFS nachdenklich. Der Verband verstehe sich als Lobby für die Familien und habe derzeit rund 16.000 Mitgliedsfamilien sowie über 1.000 Ehrenamtliche in 116 Zweigstellen. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Vortrag der bekannten Ordensfrau Teresa Zukic aus Deutschland. „Kein Mensch muss perfekt sein. Wer perfekt sein will, weil er mit seinen Fehlern nicht umgehen kann, der macht sich und anderen das Leben schwer“, so die durch Fernsehauftritte und Bücher bekannte robuste Ordensschwester. Fehler seien dazu da, etwas dazuzulernen und wer es versteht, mit seinen Fehlern umzugehen, der wird eine Persönlichkeit, so Schwester Zukic. Für die musikalische Um­rahmung der Landesversammlung sorgten die Musikschule Latsch sowie die Jugendkapelle der ­Musikschule Unterer Vinschgau (Juvi).
Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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