Die Wegbereiter zur Waldarbeiter EM aus neun Nationen: (vorne von rechts) Ulrich Veith, Stefan Walder, Christian Heinisch, Monika Aondio, Susanne Resch (Englischlehrerin), dahinter Simon Götsch.

In Burgeis werden Europameister gemacht

Publiziert in 39 / 2013 - Erschienen am 6. November 2013
Forstschulen aus 16 Nationen werden 2014 in der Fürstenburg und im Burgeiser Wald um den Titel „Europameister der Waldarbeiter“ kämpfen. Burgeis - 2002 prämierten europäische Forstschulen zum ersten Mal ihre besten Schüler in einem gemeinsamen Wettbewerb. Die Idee war in Österreich entstanden und der erste Europameistertitel blieb in Österreich. Es folgten Meisterschaften in Finnland, Estland, Litauen und wieder Österreich. 2007 wurden sie an Belgien vergeben, wo sich erstmals ein italienisches Team ins Gespräch brachte, „Die ­Italiener“ waren Fachschüler aus Dietenheim und Burgeis und schafften einen sensationellen 2. Rang. Seither qualifiziert sich die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg regelmäßig bei den Arge Alp Spielen mit einer eigenen Mannschaft. Als 2013 ein Schleiser, ein Meraner, ein Marteller und zwei Psairer in Kärnten wieder auf dem Podest standen, fiel die Entscheidung, die Meisterschaft - die „13th European Championship in Forestry Skills“ - nach Burgeis zu holen. Kürzlich traf sich die erweiterte Arbeitsgruppe zum Vorbereitungstreffen in der Fürstenburg. Abordnungen aus Österreich, Belgien, Estland, Deutschland, Holland, Norwegen, Rumänien und Slowenien genossen die glückliche Hand von Chefkoch Manfred Ziernheld und wurden von Direktorin Monika ­Aondio in Europas Umgangssprache Englisch mit den Worten empfangen: „Wir werden alles tun, damit Sie sich in unserem schönen Tal wohlfühlen.“ Ihr schlossen sich der Malser Bürgermeister Ulrich Veith und Abteilungsdirektor Stefan Walder an. Letzterer erklärte seinen Namen „Walder“ als gutes Omen für die anstehenden Waldarbeiter-Meisterschaften. Den detaillierten Programmvorschlag für die Tage vom 21. bis 25. Mai 2014 , der auch Vinschger und Südtiroler Gäste begeistern dürfte, stellte dann Fachlehrerin Simone Götsch vor. Neben spannenden Wettkämpfen spielen die Fürstenburg, der feierliche Einmarsch, Abenteuerspiele zum Kennenlernen, Exkursionen, ­Folklore-Abend, ein „Showevent“ mit dem spektakulären Entasten und natürlich eine Sieges-Party die Hauptrollen. Auf der Terrasse zum Innenhof bewies dann ein Meisterschaftsteilnehmer 2012, der Matscher Christian Heinisch, dass sich die Europäer warm anziehen müssen. Er sollte Ehrengästen und Pressevertretern die technischen Disziplinen nur vorführen, aber jedes Mal - beim Kettenwechseln, beim Kombinations- und Präzisionsschnitt, bei der Fällung und beim Entasten - musste ihm der österreichische Delegationsleiter Markus Wilfinger volle Punktezahl bescheinigen. Die 16 Aufgaben im Forstparcour mit Schätzen, Bestimmen und 1. Hilfe konnten natürlich nicht gezeigt werden, weil der Waldabschnitt bis zum Wettkampftag geheim bleiben muss.s
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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