„Inser Spitol“ ist uns wichtig

Publiziert in 11 / 2015 - Erschienen am 25. März 2015
KVW fordert Erhalt des Krankenhauses Schlanders Schlanders - „Wir sind für die Menschen da und nicht zum Selbstzweck“, so die Vertreter der Ärzteschaft am Krankenhaus Schlanders bei ihrem Treffen mit dem KVW-Bezirksausschuss Vinschgau. Als Zeichen der Unterstützung waren die KVW-Vertreter am 12. März direkt ins Krankenhaus gekommen, um ihre Ausschusssitzung abzuhalten. „Wir stehen an Eurer Seite und geben nicht auf“, so der klare Tenor. Unverzichtbar Der KVW-Vinschgau ist überzeugt, dass das Krankenhaus von Schlanders unverzichtbar für die Grundversorgung der Bevölkerung im Tal ist. Gemeinsam mit dem ärztlichen Leiter Primar Anton Theiner und der Vize-Primarin der Medizin, ­Susanne ­Pragal, wurden der aktuelle Stand und die Zukunftsperspektiven besprochen. „Es gibt noch keine definitive Zusage, was die Geburtenabteilung und das Verbleiben der Primariate in den Kernbereichen betrifft und das Arbeitsklima ist entsprechend angespannt“, so Primar Theiner gleich zu Beginn. Auch sei es schwierig, in so einem Klima der Unsicherheit qualifizierte Ärzte und Nachwuchskräfte zu bekommen. Voller Einsatz gefragt Nach angeregten Diskussionen und Nachfragen, war sich der KVW-Ausschuss einig, dass es jetzt erst recht darauf ankommt, mit allem Einsatz und aller Kraft für den Erhalt des Krankenhauses in Schlanders einzutreten. Unsicherheit und ungeklärte Personalbesetzungen gehen nämlich auch auf Kosten der Patienten. Und das würde wohl niemand wollen, sicher auch nicht unsere Volksvertreter. Denn in keinem Betrieb kann man sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht. Neben den Bediensteten in den verschiedenen Bereichen und Führungskräften braucht es vor Ort unbedingt Primare, die die Mitarbeiter führen, sich für die Abteilungen einsetzen, die Verantwortung tragen und die Inhalte der Abteilungen definieren. Denn gute Mitarbeiter und Primare sind ihr Geld wert. Die Gesundheit und das damit zusammenhängende Wohlbefinden der Menschen müssen auch für die Politik an erster Stelle stehen, so die KVW-Vertreter. Bevölkerung soll mithelfen Zusammenfassend gilt: die Medizin ist komplexer und spezialisierter geworden, die Menschen werden älter und mit dem Alter weniger mobil. In den nächsten fünf Jahren gehen 50% der Hausärzte im Vinschgau in Pension. Umso mehr braucht es das Krankenhaus. Man würde wohl in Zukunft kaum mehr einen hochqualifizierten Mediziner für Schlanders bekommen, wenn man auf die Primariate in den Kernabteilungen vollkommen verzichtet. Der Nachteil für die Menschen im Vinschgau wäre erheblich. Der KVW wird die zukünftige Entwicklung verfolgen, erwartet sich den weiterhin starken Einsatz der Volksvertreter und ruft die Bevölkerung auf, unterstützend mitzuwirken. Im Namen aller Mitglieder des KVW-Bezirksausschusses Vinschgau: Heinrich Fliri (Vorsitzender), ­Josef Bernhart (stellvertretender Vorsitzender) und Emil Unterholzner (Bezirkssekretär).
Vinschger Sonderausgabe

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