Im Bild (v.l.): Referent Franz Christanell, Günther Bauer, Georg Hillebrandt und Alexander Angerer; Erich Donà kam später dazu.

Interdisziplinäres Treffen

Publiziert in 4 / 2015 - Erschienen am 4. Februar 2015
Naturns - Die Diagnose und Therapie von Muskel- und Faszienbeschwerden standen am 15. Jänner im Mittelpunk des 5. interdisziplinären Treffens zwischen dem Sporttherapeuten Franz Christanell und Ärzten von Naturns und Umgebung. Ziel dieser jährlichen Treffen ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Physiotherapeuten zu verbessern, speziell was die Beschwerden am Bewegungsapparat betrifft. Heuer veranschaulichte Christanell unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Studien, dass sowohl „Triggerpunkte“ (entzündlicher Hartspann in der Muskulatur) als auch Faszien (Bindegewebsschichten) Schmerzen in Nacken und Rücken verursachen können. Da „Triggerpunkte“ und fasziale Verklebungen auch Ausstrahlungen in Hand und Bein verursachen können, „werden sie nicht selten fälschlicherweise als Bandscheiben- oder Nervenwurzelproblematiken diagnostiziert.“ Um dies zu vermeiden, braucht es laut Christanell genaue Kenntnisse über Verlauf, Funktion und Palpation der Muskulatur. Die Fachkompetenz liege hier ganz klar beim Physiotherapeuten, der deshalb der erste Ansprechpartner sein sollte. Erich Donà und Alexander Angerer ließen einige Triggerpunkt- und Faszientechniken praktisch an sich vorführen. Sie zeigten sich von der raschen Schmerzlinderung überrascht. Einig waren sich alle, dass man sich mit einer guten Untersuchung mit adäquater Behandlung sowohl Zeit als auch Medikamente und unnötige Verfahren ersparen kann. Red
Redaktion
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