Der Ortlergipfel ist erreicht; im Bild (von links): Bergführer Toni Stocker sowie Tanja und Joey Kelly

Joey Kelly: Der Ortler lässt mich nicht mehr los

Publiziert in 14 / 2005 - Erschienen am 21. Juli 2005
”Der Aufstieg zum Kilimandscharo war im Vergleich zu dieser Tour nur ein Spaziergang“, sagte der bekannte Musiker und Spitzenathlet Joey Maria Kelly (Kelly Family) kurz nach seiner Rückkehr vom Ortler. Es war der Bergführer Toni Stocker aus Prad (Alpinschule Ortler Sulden), der den prominenten Gast zusammen mit dessen Frau Tanja und dem deutschen Redakteur und Autor Ralf Hermersdorfer aus Berlin auf den höchsten Berg Südtirols geführt hatte. „Ohne Toni kein Gipfel“, lobte Joey Kelly den Prader Bergführer im Anschluss an die geglückte Tour. Etwas müde, aber froh und zufrieden erzählte der 32-Jährige im Haus der Berge in Sulden von seinen Eindrücken bei der Besteigung des 3905 Meter hohen Ortlers. Er und auch seine Frau hätten sich in Toni Stockers Begleitung in keiner Sekunde unsicher gefühlt. „Wir sind keine professionellen Bergsteiger und auf die Sicherheit legen wir größten Wert, wir haben ja auch zwei Kinder“, sagte Joey Kelly. Die Besteigung sei ein „Riesenerlebnis“ gewesen. Toni Stocker gab sich seinerseits überrascht von der Kondition und sportlichen Verfassung seiner „Schützlinge“. Von der Payerhütte aus hatte die Viererseilschaft den Ortlergipfel am 9. Juli über die sogenannte Normalroute erreicht. Erstmals kennen und lieben gelernt hatte Joey Kelly die Ortlerregion im Rahmen der Fulda-Challenge-Qualifikation im Oktober 2004. Auch Reinhold Messners Museum in Sulden („MMM Messner Mountain Museum“) hatte Joey besucht. Messner hat ihm zudem sein Schloss Juval gezeigt. „Ich bin von der Bergregion in Sulden so fasziniert, dass ich sicher hierher zurückkehren werde“, kündigte Joey Kelly an, „und zwar vorsaussichtlich im Oktober zusammen mit Familienmitgliedern“. Das Bergsteigen scheint es ihm besonders angetan zu haben, denn es gibt bereits erste Gespräche, zusammen Toni Stocker der Mount Mc Kinley in Alaska oder den Anconcagua, den höchsten Berg Südamerikas, zu besteigen. Zunächst aber wird der Mont Blanc ins Visier genommen. Joey Kelly, der seit etlichen Jahren in der Nähe von Köln lebt, ist übrigens der mittlere der neun singenden Kinder der Kelly Family, die 1966 aus Amerika nach Spanien ausgewandert war und seit 1974 als Musikerfamilie in den Fußgängerzonen der europäischen Großstädte auftrat. Die Wurzeln der Kellys sind in Irland zu finden. Schon im Alter von sechs Jahren fing Joey an, bei Konzerten mitzumachen. Joey Kelly, der in der Familienband singt, Gitarre und Congas spielt sowie als Manager der bekannten Popgruppe tätig ist, überraschte, als er Mitte der 90er Jahre auf einmal als Spitzenathlet, nämlich als Marathonläufer und Triathlet, erfolgreich wurde. Er hat bereits 30 Marathons, 30 Ironmans, 12 Ultra-Marathons (100 km) und weitere Extremtouren hinter sich. Weiters ist Joey Kelly bei Sportveranstaltungen der besonderen Art von und mit Stefan Raab (TV Total) mit dabei. Bei der Tour auf den Ortler hatte Toni Stocker auch das neue Gipfelbuch im Gepäck. Dort stehen nun auch die Namen von Joey Kelly, von dessen Frau Tanja (20 Jahre klassisches Ballett) und Ralf Hermersdorfer. Im August bricht die Kelly Familiy zu einer Konzerttournee durch mehrere Staaten Europas auf. In Wort und Film „eingefangen“ wurden die Kellys in Sulden auch vom Filmproduzenten Jürgen Hampel, der für den Fernsehsender n-tv einen 45-minütigen Reisebericht über Sulden, den Reschenpass, Kloster Marienberg, die Churburg und weitere Besonderheiten des Vinschgaus vorbereitet. Neben Abt Bruno Trauner und Reinhold Messner werden darin unter anderem auch die Kellys zu Wort kommen. Der auf die Sommerzeit zugeschnittene Reisebericht (Wandern, Mountainbike usw.) wird im März 2006 ausgestrahlt, und zwar insgesamt viermal.
Josef Laner
Josef Laner

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