Beim Anbringen der Auffangnetze am Vortag der Sprengung
Die Sprengung des oberen Teils des Kastenknotts

Kastnknott teilweise abgesprengt

Publiziert in 27-28 / 2021 - Erschienen am 31. August 2021

Galsaun - Immer wieder waren während der vergangenen Jahre im Gebiet rund um den Kastnknott oberhalb von Galsaun Bewegungen festgestellt worden, und zwar von bis zu einem halben Meter pro Jahr. Es wurden Schutz- und Abweisdämme am Talgrund errichtet. Nachdem im Februar 2021 einige Felsblöcke abgebrochen waren, wurde es am 23. August bei einer Koordinierungssitzung der Gemeinde mit den Geologen, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Landesforstdienst als notwendig erachtet, den vorstehenden Bereich des Kastenknotts zu sprengen. Am 27. August war es soweit. Mit 60 kg Sprengstoff wurden 300 Kubikmeter Gestein im Auftrag des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung kontrolliert zum Einsturz gebracht. Das abgesprengte Gestein wurde von den Schutzdämmen aufgefangen. Der obere Teil des Felsvorsprungs, der ein Gesamtvolumen von 900 Kubikmetern hat, war im Vorfeld mit Auffangnetzen umhüllt worden. Die Sprengung des oberen Teils der Felsnase ist als Fortsetzung der in den vergangenen Jahren umgesetzten Schutzmaßnahmen zu betrachten. Mehrere Dutzend Feuerwehrleute aus Galsaun, Kastelbell und Tschars sowie Mitglieder der Bergrettung Latsch standen am 27. August den ganzen Tag über im Einsatz. Es mussten u.a. die Bewohner von 8 Häusern vorübergehend aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Außerdem war darauf zu achten, dass keine Personen das Gebiet im Umkreis des Kastnknotts betraten. Bürgermeister Gustav Tappeiner dankt allen Beteiligten und ist überzeugt, dass es mit der Teilsprengung gelungen ist, eine weitere dringend notwendige Schutzmaßnahme umzusetzen.

Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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