Bis Ende November sollen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die potentielle Umsetzung eines PPP-Projektes zur Nachnutzung des Kasernen-Areals vorliegen.

„Keine unguten Überraschungen“

Publiziert in 26 / 2016 - Erschienen am 13. Juli 2016
Nur punktuelle Verunreinigungen auf dem Kasernen-Areal. Machbarkeitsstudie voll im Gang. Auch an Konzept für Innovations- und Gründerzentrum wird gearbeitet. Schlanders - Für 2,055 Mio. Euro hat die Gemeinde Schlanders zu Jahresbeginn 2014 das Kasernen-Areal „Drusus“ vom Land angekauft. 15.000 Quadratmeter des Areals sind für öffentliche Einrichtungen vorgesehen, weitere 15.000 Quadratmeter können der privaten Nutzung zugeführt werden. 9.000 Quadratmeter behält sich das Land für die Erweiterung des Oberschulzentrums (Gewerbeoberschule) zurück. Das Areal birgt große Entwicklungsmöglichkeiten. „Urban Village“ Im Zukunftsbuch „Schlanders 2020“ wird diesbezüglich von der großen Idee „Urban Village“ gesprochen. Mit diesem Begriff wird die Idee beschrieben, ein städtisches Dorf zu schaffen. Das Ortszentrum von Schlanders soll belebt und gestärkt werden. Auf dem Areal der ehemaligen Kaserne wird ein moderner Mix der Bereiche Wohnen, Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Beherbergung angedacht. „Auch ein Innovations- und Gründerzentrum wird angepeilt“, teilte Bürgermeister Dieter Pinggera bei der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Mit der Entwicklung des entsprechenden Konzeptes wurde Hannes Götsch aus Schlanders beauftragt. Er wurde von der Gemeinde in Teilzeit befristet eingestellt. Konzept für Innovations- und Gründerzentrum Das Konzept soll in Zusammenarbeit mit dem Sonderbetrieb IDM erstellt werden, in dem seit heuer die Gesellschaften BLS, EOS, SMG und TIS zusammengeschlossen sind. Auch Synergien mit bereits bestehenden bzw. geplanten Einrichtungen dieser Art in Meran, Bozen, Brixen und anderen größeren Gemeinden werden angestrebt. Voll im Gang ist mittlerweile auch die Er­stellung der Machbarkeitsstudie für die potentielle Umsetzung eines PPP-Projektes zur Nachnutzung des Kasernen-Areals. Mit der Erstellung dieser Studie hatte der Gemeindeausschuss eine internationale Bietergemeinschaft mit Fachlauten aus Rom und Frankfurt beauftragt (Insula Architettura e Ingegneria s.r.l. – DeA società di ingegneria Srl – B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH). Die Bietergemeinschaft soll verschiedene architektonische Gestaltungsvorschläge vorlegen, Infrastrukturplanungen, das raum­ordnerische Konzept sowie auch die entsprechenden Finanzierungs - und Businesspläne. Es wird von einem Gesamtinvestitionsvolumen von geschätzten 70 Mio. Euro gesprochen. Ein PPP-Projekt wird deshalb angestrebt, um auch private Investoren einzubinden. Die erste Phase der Studie, sprich die Analysen und Erhebungen, ist vor einiger Zeit angelaufen. Bis Mitte bzw. Ende November sollen die Endergebnisse vorliegen. Mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen konnte die Verwaltung indessen die Ergebnisse einer eigens in Auftrag gegebenen ­Charakterisierungsstudie. Mit dieser Studie sollte ermittelt werden, inwieweit das Kasernen-Areal verunreinigt ist und mit welchen zusätzlichen Kosten im Zuge der Abbrucharbeiten infolge eventueller Rückstände (verseuchtes Erdreich, Asbest usw.) zu rechnen sind. Bei zahlreichen Bohrungen und Untersuchungen hat sich laut Pinggera ergeben, „dass es nur punktuelle Verunreinigungen gibt, etwa im Bereich des einstigen Treibstofflagers.“ Verunreinigungen halten sich in Grenzen Alles in allem sei das Ergebnis erfreulich: „Wir sind von unguten Überraschungen verschont geblieben.“ Wie der Bürgermeister dem der Vinschger bestätigte, geht die Verwaltung nun davon aus, die seinerzeit auf ca. 2,5 Mio. Euro geschätzten Abbruchkosten senken zu können. Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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