Im Bild (v.l.): Anton Theiner, Andreas Fabi, Christian Thuile und Christoph Alber

Komplementärmedizin jetzt auch in Schlanders

Publiziert in 2 / 2014 - Erschienen am 22. Januar 2014
Tumorpatient/innen aus dem Vinschgau müssen nicht mehr nach Meran. „Gemeinsam für das Wohl der Patient/innen arbeiten“. Schlanders - Seit Montag dieser Woche werden auch im Krankenhaus Schlanders komplementärmedizinische Leistungen angeboten. Das bedeutet, dass Tumorpatient/innen aus dem Vinschgau jetzt nicht mehr nach Meran fahren müssen, um solche Leistungen in Anspruch zu nehmen. Lediglich die Erstvisite ist weiterhin im Dienst für Komplementärmedizin in Meran notwendig. Alle Folgebehandlungen können im Krankenhaus Schlanders gemacht werden. Einer großen Nachfrage nachgekommen Wie der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Schlanders, ­Anton Theiner, der Leiter des Dienstes für Komplementärmedizin Meran, Christian Thuile, sowie Generaldirektor Andreas Fabi und Pflegedienstleiter Christoph Alber auf einer Pressekonferenz am 16. Jänner übereinstimmten, kommt das Krankenhaus Schlanders mit diesen zusätzlichen Dienstleistungen einer großen Nachfrage der Bevölkerung nach. Dies vor allem deshalb, weil es für Krebspatient/innen aus dem Vinschgau bisher belastend war, zusätzlich zur Chemotherapie für komplementärmedizinische Leistungen nach Meran zu fahren. Bei rund 40% der dortigen Patient/innen handelt es sich übrigens um Vinschger. Andreas Fabi freute sich, dass der Dienst für Komplementärmedizin nach anfänglichen Schwierigkeiten und ziemlicher Skepsis, auch seitens der Schulmedizin, die zweijährige Pilotphase erfolgreich überstanden hat: „Der Dienst funktioniert gut, wird von der Bevölkerung wohlwollend in Anspruch genommen und ist mittlerweile fester Bestandteil des Gesundheitsplans.“ Außerdem sind die Leistungen für Krebspatient/innen kostenlos. Laut Anton Theiner war die Komplementärmedizin im Krankenhaus Schlanders bereits bisher kein Fremdwort. Er erinnerte etwa an die Fußreflexmassagen und an die Aromatherapie. Nun können zusätzliche komplementärmedizinische Leistungen angeboten werden. Das komme in erster Linie Krebspatient/innen zu Gute, die sich in Schlanders einer Chemotherapie unterziehen und nun auch eine zusätzlich komplementärmedizinische Begleitung in Anspruch nehmen können. „Keine Alternative, sondern eine Ergänzung“ Konkret nannte Christian Thuile etwa die Akupunktur, Infusionen und Behandlungen auf der Basis der Pflanzenheilkunde. Grundsätzlich hielt er fest, die Komplementärmedizin nicht als Alternative zur Schulmedizin zu sehen ist, sondern als Ergänzung dazu: „Wir sind in diesem Sinne alle aufgerufen, gemeinsam für das Wohlergehen der Patient/innen zu arbeiten.“ Thuile bezog sich ausdrücklich auch auf die Zusammenarbeit mit den Hausärzten. Er hob auch hervor, dass es gelungen ist, die zusätzlichen Dienstleistungen ohne Mehrkosten und ohne zusätzliches Personal anzubieten. Der ­Behandlungsstandart in Schlanders stehe dem in Meran in nichts nach. Laut Christoph Alber wurden bestehende Mitarbeiter eigens ausgebildet, und zwar im Zuge intensiver Schulungen am Sitz der Komplementärmedizin. Sepp Die komplementärmedizinischen Leistungen sind für Tumorpatient/innen ticketbefreit; Anmeldung bzw. Terminvereinbarung erfolgt über den Dienst für Komplementärmedizin Meran (Tel. 0473 251400, E-Mail: komed@asbmeran-o.it).
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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