Im Bild (v.l.): Konrad Raffeiner, Andreas Tappeiner und Hubert Pinggera.

Krankenhaus bleibt Dauerbrenner

Publiziert in 25 / 2015 - Erschienen am 8. Juli 2015
Die politisch Verantwortlichen der Bezirksgemeinschaft Vinschgau und die Vinschger Politiker in Bozen und Rom kämpfen nach wie vor für den Erhalt der Geburten­station im Krankenhaus Schlanders sowie gegen eine Reduzierung der Primariate. Dies teilte Bezirkspräsident Andreas Tappeiner bei der Sitzung des Bezirksrates am 2. Juli mit. Es war dies die letzte Sitzung des Bezirksrates in der derzeitigen Zusammensetzung. Die jeweiligen Vertreter für den neuen Bezirksrat werden die Gemeinderäte der 13 Vinschger Gemeinden in den kommenden Wochen namhaft machen. In punkto Geburtenabteilung setze sich der Kammerabgeordnete Albrecht Plangger laut Tappeiner dafür ein, dass nicht alle von den Sicherheitsstandards vorge­sehenen Ärzte immer anwesend sein müssen, sondern einige „nur“ auf Abruf zur Verfügung stehen sollten. Als nicht tauglich für das Krankenhaus Schlanders nannte Tappeiner das Prinzip „1 Primar – 2 Standorte“: „Dieses Prinzip mag zwar bei gleichwertigen Strukturen sinnvoll sein, nicht aber, wenn es einen kleinen und einen großen Bruder gibt.“ Neben der Abschlussrechnung 2014 genehmigte der Bezirksrat auch eine Reihe von Haushaltsänderungen. Zu den größten Vorhaben der nächsten Jahre gehören der Bau des Abwasserhauptsammlers ­Sulden-Prad sowie Investitionen in das Radwegenetz (Teilstück bei Kastelbell sowie neue Trassenführung in Göflan). Offiziell mitgeteilt hat Tappeiner auch, dass Konrad Raffeiner, der Generalsekretär der Bezirksgemeinschaft, mit Jahresende aus persönlichen Gründen aus dem Dienst ausscheidet. Das Thema Gewässerschutzplan brachte der Stilfser Bürgermeister Hartwig Tschenett aufs Tapet. Der Bezirkspräsident berichtete, dass sich Land und Gemeinden nach „klaren Worten" etwas angenähert hätten. Auf jeden Fall zu vermeiden sei, dass der Vinschgau zusätzlich zum „Schutzmantel“ des Nationalparks eine weitere Schutzhülle verpasst bekomme. Der frühere Prader Bürgermeister Hubert Pinggera, der auch als Bezirksreferent für Abfall- und Abwasserwirtschaft ausscheidet, nutzte die Gelegenheit, um dem Bezirksausschuss, dem Bezirksrat und allen Mitarbeitern zu danken. Die Bezirksgemeinschaft Vinschgau sei im landesweiten Vergleich gut aufgestellt. Einen besonderen Dank zollte er Andreas Tappeiner für die offene und transparente Art der Führung der Bezirksgemeinschaft.
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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