Der stolze Beitrag beträgt exakt 29.244,21 Euro.
Die kleine Nadine (3. v. l.) bekommt mithlfe der Spenden ein neues Kommunikationssystem.

Laas hilft Nadine

Die zehnjährige Nadine aus Stilfs kann weder sprechen, noch ihre Bewegungen steuern. Mit einer Spende von rund 30.000 Euro von „Laas hilft“ soll dem Mädchen mehr Lebensqualität gegeben werden.

Publiziert in 2 / 2018 - Erschienen am 23. Januar 2018

Laas - Nadine ist zehn Jahre alt, lebt in Stilfs und besucht dort die Grundschule. Seit ihrer Geburt kann sie nicht sprechen, sie kommuniziert vor allem mit Lachen oder Weinen. Ihre Arme und Beine kann sie zwar bewegen, kann die Bewegungen aber nicht willkürlich steuern. Sie verfolgt das Geschehen mit geistig wachem Auge, legt Wert auf Kleidungsstücke ihrer Wahl, worauf Mutter Cornelia zu achten hat. Sie liebt Tiere sehr, weshalb sie ihr Vater Christian oft in seinen Stall mitnimmt. Nadine erfährt zusätzlich zur elterlichen und schulischen Betreuung Unterstützung durch eine Physiotherapeutin (Sara Sabbadini), einer Ergotherapeutin (Zita Maria Gruber) und einer Logopädin (Miriam Zangerle).Letztere war es auch, die den Kontakt zu den Verantwortlichen von „Laas hilft“ herstellte und den Vorschlag einbrachte, die Spenden des diesjährigen „Laas hilft“ dem Mädchen zur Verfügung zu stellen. Es galt, für Nadine ein Kommunikationssystem zu entwickeln, damit sie sich verständigen kann, das heißt ein Sprachausgabegerät, einen besonderen Computer anzukaufen, der durch Augenansteuerung bedient werden kann. Vor allem die Eltern und die Schwester Nina aber auch die gesamte Spendergemeinschaft hoffen sehr, dass sich die Kommunikation mit Nadine in Zukunft nicht mehr auf Lachen und Weinen beschränken wird, sondern, dass dieses teure System für Nadine einen starken Zugewínn in Bezug auf Verständigung, Lebensfreude, Entscheidungsfähigkeit und aktive Teilnahme am Leben bringen wird. Die Spendenaktion „Laas hilft“ läuft seit nunmehr fünf Jahren. Fünf Frauen (Christine Platter, Charlene Kofler, Ingrid Bayer, Sigrid Haller und Klaudia Telser) sowie heuer erstmals die Sektion Laas des Katholischen Familienverbandes mit Angelika Maier zeichnen als Verantwortliche. Jeden Abend während der Adventszeit boten die verschiedensten Gruppen, Vereine und Verbände Köstlichkeiten, Musikdarbietungen und Selbstgebasteltes. Alle Spenden flossen in den Topf zum Ankauf des auf Nadine zugeschnittenen Kommunikationssystems und erbrachten die stolze Summe in Höhe von 29.244,21 Euro. Bei der Übergabe der Spenden waren die Eltern von Nadine von der Großzügigkeit überwältigt und dankten allen Beteiligten. Allein der Computer kostet an die 20.000 Euro, erforderlich sind zusätzliche Kosten für Einführung und Beratung. Menschen mit ähnlichen Kommunikationsproblemen wie Nadine, ob von Geburt an, durch Schlaganfall oder wegen einer degenerativen Krankheit, finden eine Ansprechpartnerin in der Person von Susanne Leimstädtner in Brixen. Sie hat die Unterstützte Kommunikation in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe ONLUS aufgebaut.

Hermann Schönthaler
Vinschger Sonderausgabe

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