Die Spendenübergabe beim Laaser Dorfplatzstandl.

Laaser zeigen Herz

Publiziert in 1 / 2015 - Erschienen am 14. Januar 2015
Über 11.000 Euro für „Schmetterlingskinder“ Laas - Aufbauend auf den Erfolg von 2013 wurde die Aktion „Laas hilft“ auch zu Weihnachten 2014 durchgeführt. Es waren ­Christine Platter und deren Tochter ­Charlene, die 2013 die Idee hatten, in Laas ein Dorfplatzstandl aufzustellen und dabei Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. Mit Hilfe weiterer aktiver Frauen und vieler Freiwilliger konnten so in der Weihnachtszeit 2013 am Tee- und Glühweinstandl 2.400 Euro eingenommen und der Kinderkrebshilfe „Regenbogen“ übergeben werden. Im Dezember 2014 wurde „Laas hilft“ zu einer Art Selbstläufer und schlug immer breitere Wellen. Täglich stellten hilfsbereite Menschen aus Laas und zum Teil auch aus den Fraktionen Tee, Kuchen, Speck und Brot, Glühwein und andere Köstlichkeiten bereit. Vom Nikolaustag bis zum Heiligen Abend herrschte Leben am Standl. Ganz nebenbei entwickelte sich dieses für viele zu einem beliebten abendlichen Treffpunkt. Und dass die Laaser auch ein großes Herz haben, zeigte sich am 3. Jänner, als eine Spendensumme von stolzen 11.370,50 Euro übergeben werden konnte. Bei einer kleinen Umfrage im Vorfeld hatten sich die Befragten mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Erlös 2014 der Vereinigung „debra Südtirol – Alto Adige“, sprich den „Schmetterlingskindern“ zur Verfügung zu stellen. Die Freude bei der Vor­sitzenden des Vereins, Isolde Mayr Faccin, war entsprechend groß. Sie war mit ihrer Tochter Anna, die an der genetisch bedingten Hauterkrankung „Epidermolysis bullosa“ (EB) leidet, vom Pustertal nach Laas gekommen, um allen Initiatoren, Helfern und Spendern zu danken. Wie Mayr Faccin dem der Vinschger bestätigte, kommt der Großteil der Spenden betroffenen Kindern in Südtirol zugute. Der Rest geht an eine Einrichtung in Modena, wo Heilungsmethoden bzw. Linderungsmöglichkeiten erforscht werden. In Südtirol gibt es ca. 15 EB-betroffene Menschen. Sie heißen „Schmetterlingskinder“, weil ihre Haut so verletzlich ist wie die Flügel eines Schmetterlings. Betroffene kämpfen ständig mit Schmerzen und mühsamer Wundversorgung. Sie haben ein schweres, schmerzhaftes Leben. Zur Spendenübergabe waren auch Zita und Daniel Pfeifer aus Stilfs gekommen. Ihr Sohn Martin leidet an EB. Die Vereinigung „debra“ versteht sich als Selbsthilfegruppe für Betroffene und Eltern betroffener Kinder. „debra“ bietet Unterstützung, Beratung und Information (www.debra.it). Sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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