Michael Schuster

Ländliche Co-working Spaces in Covid-Zeiten

Publiziert in 26 / 2021 - Erschienen am 2. August 2021

Mals - Die Covid-19-Krise hat die Verwendung und Verbreitung der Digitalisierung beschleunigt. Regulierungsmaßnahmen haben das Arbeiten und Lernen von zu Hause und die Verwendung von E-Services angeregt und dazu geführt, dass viele Menschen sowohl ihre Arbeits- als auch Freizeit nur noch in ihrem Eigenheim verbrachten. „Daher war es vor allem in ländlichen Regionen, wo die Entfernungen und Pendelzeiten größer sind als in den Städten, wichtig, alternative Arbeitsplätze und -formen zu schaffen, um die Lebensqualität und Attraktivität der ländlichen Regionen zu stärken“, schreiben Michael Schuster und Ulrike Zimmermann von der BASIS Vinschgau Venosta in einem Beitrag. Die Entwicklung von Co-working Spaces (CWS) im ländlichen Raum ist Gegenstand großen Interesses. Auch in der Weberei Salutt in Mals ist ein CWS des STARTBASE Südtirol Netzwerks im Aufbau. „Durch den Ausbau digitaler Technologien und der Etablierung neuer Arbeitsformen gelten CWS als Treiber der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Ländliche CWS beherbergen typischerweise eine Vielzahl von Fachleuten aus verschiedenen Sektoren“, so Michael und Ulrike. Für den CWS in Mals haben sich Interessenten aus 16 Sektoren erkundigt, die ihren täglichen Arbeitsweg reduzieren und Arbeit und Lebensqualität in Einklang bringen wollen. Von Banken und Bildung, bis Gastronomie, Kreativwirtschaft und IT, sowie aus den Sektoren Landwirtschaft, Tourismus und dem öffentlichen Dienst, alle sind vertreten. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mals und einer lokalen Arbeitsgruppe werden seit März 2021 die Räume in der ehemaligen Weberei Salutt umgestaltet. Ab August wird die Weberei nicht nur gemeinsame Büroräume zur Verfügung stellen, sondern auch das natürliche Entstehen von geschäftlichen Beziehungen fördern und dadurch einen Ausgleich zur Selbstisolation durch das Arbeiten von zu Hause schaffen. Um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, werden während des Aufbaus des CWS in Mals drei Dimensionen berücksichtigt: Standort und Habitus/Gepflogenheiten & Gewohnheiten; ein subventionierter Sektor; Funktionen: Hybride & kreative Räume. „Ein divers einsatzfähiger CWS ist nicht nur ein Gewinn für die Bevölkerung ländlicher Gemeinden, sondern aus Sicht der lokalen Behörden auch dringend notwendig, um einen externen Knotenpunkt für wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu schaffen,“ heißt es Beitrag.

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.