Leader 2014-2020 - LAG als Anlauf- und Schaltzentrale

Publiziert in 3 / 2017 - Erschienen am 1. Februar 2017
St. Valentin a.d.H. - Über die Fördermaßnahmen des Leader-Programms 2014-2020 informierte Bezirkspräsident Andreas Tappeiner (im Bild). Er wies einleitend darauf hin, dass sich das neue Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raums von den bisherigen Programmen „Leader I“, „Leader II“ und „Leader +“ in mehrfacher Hinsicht unterscheidet. So ist etwa die gesamte Projekt- abwicklung komplexer geworden. Die Vorgaben seien ziemlich restriktiv. „Gefördert werden sollen nicht Klein- und Kleinstprojekte, sondern größere Projekte mit gemeindeübergreifendem Charakter“, so Tappeiner. Zum Fördergebiet gehört der gesamte Vinschgau mit Ausnahme der Talsohle. Das Fördervolumen belaufe sich auf insgesamt ca. 5,1 Millionen Euro. Die Anlauf- und zentrale Schaltstelle ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG), die bei der Bezirksgemeinschaft angesiedelt ist. Der LAG gehören neben dem Bezirkspräsidenten Andreas Tappeiner die Bürgermeister Karl Josef Rainer und Georg Altstätter an, sowie Gustav Tschenett (GWR), Raimund Prugger (Südtiroler Bauernbund), Kurt Sagmeister (Vinschgau Marketing) und Rita Egger (SWR). Der LAG obliegt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung der Strategie. Als Ziele der Förderungen nannte Tappeiner die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Förderung einer ausgewogenen Entwicklung, die Förderung einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung in allen Sektoren sowie ein nachhaltiges Management der natürlichen und kulturellen Besonderheiten. Auch über die konkreten Untermaßnahmen sowie die jeweiligen Förder- sätze informierte Tappeiner. Um das gesamte Verfahren etwas zu vereinfachen, habe man sich innerhalb der LAG darauf ge- einigt, dass Interessierte zunächst nicht fertige Projekte vorlegen müssen, sondern dass eine höchstens vier Seiten umfassende Interessensbekundung ausreicht. Die Bekundungen werden dann von der LAG begutachtet. Die eigentlichen Projektunterlagen können dann im Falle einer positiven Bewertung in einem zweiten Schritt vorgelegt werden. Die Anträge werden dann von der LAG an die Förderstelle des Landes weitergeleitet. Nähere Auskünfte und Informationen zu Leader 2014-2020 gibt es bei der Bezirksgemeinschaft (Tel. 0473 736800, E-Mail: info@bzgvin.it). Wie bereits beim Referat von Richard Theiner gab es auch im Anschluss an die Ausführungen von Tappeiner eine von Matthias Theiner moderierte Diskussion. Auch beim 9. Treffen des Wirtschaftsbeirates ging es darum, Ideen, Beiträge, Anregungen und Kritik sowie Vorschläge für Synergien zu sammeln. Als eines der Hauptziele der Treffen nannte Raika-Obmann Karl Schwabl das Bestreben, das Entwicklungspotential in der Landwirtschaft und im Tourismus auszuloten und zu fördern.
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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