Foto: Florian Andergassen

Lebensberatung für die bäuerliche Familie

Publiziert in 18 / 2015 - Erschienen am 13. Mai 2015
Vinschgau - Der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) ist es wichtig, dass die bäuerlichen Familien in schwierigen Zeiten nicht alleine gelassen werden. Daher gründete die SBO im Jahr 2009 die Lebensberatung für die bäuerliche Familie. Rund 30 ­ehrenamtliche Lebensberater/innen aus ganz Südtirol sind nach einer fundierten Ausbildung für bäuerliche Familien da, wenn sich diese in einer Krisensituation befinden und über ihre Ängste und Sorgen reden möchten. Die Lebensberater/innen begegnen den Betroffenen mit Wertschätzung, nehmen sich Zeit für ein offenes Gespräch, beraten und zeigen Wege auf, wie die Probleme in Eigeninitiative anzugehen und zu lösen sind. Wenn nötig, weisen sie auch auf bereits bestehende Institutionen in Südtirol hin. Verschwiegenheit und Datenschutz werden gewährt. Die Beratungen können auch über einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen werden und sind kostenlos. Die Themen können vielfältig sein: Konflikte zwischen den Generationen, Krisen in der Partnerschaft und Familie, Hofübergabe gut meistern, Überlastung und Überanstrengung, Ängste und Sorgen, Zukunftsperspektiven entwickeln. Ratsuchende können sich an die Koordinatorin wenden, die eine/n ehrenamtliche/n Lebensberater/in vermittelt. Die Lebensberater/innen kommen auch direkt auf den Hof. Kontakt: Koordinationsstelle Lebensberatung für die bäuerliche Familie (Tel. 0471 999400, Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr; lebensberatung@baeuerinnen.it). Niemand ist gegen Krisen und Probleme gefeit. Da tut es gut, wenn man sich an eine einfühlsame Person wenden kann, die im ersten Moment einfach nur da ist und zuhört, ohne zu werten und zu urteilen. Dadurch kann man wieder Kraft gewinnen und Mut schöpfen. In einem zweiten Moment können Lösungswege gesucht werden. 2014 sind bei der Koordinationsstelle 89 Anrufe eingegangen. Die Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer freut sich, dass diese Initiative gut angenommen wird. Sie weiß, dass der erste Schritt immer der schwierigste ist, „aber egal wie weit der Weg, er beginnt mit dem ersten Schritt.“ Red
Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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