Missstand hat ein Ende

Publiziert in 21 / 2012 - Erschienen am 30. Mai 2012
Schlanders - Seit rund 6 Jahren liegen Vetzan, Kortsch und ­Göflan formell innerhalb des Versorgungsgebietes des Fernheizwerks Schlanders. Mit Fernwärme versorgt sind sie allerdings bis heute nicht und von bestimmten Landesförderungen sind sie seit 6 Jahren ebenfalls ausgeschlossen. Das zuständige Landesamt setzte die Gemeinde daher unter Druck und stellte ihr ein Ultimatum. Am 24. Mai hat der Gemeinderat mit 18 Ja-Stimmen und einer Enthaltung (Erwin Dilitz) beschlossen, die Fraktionen vorerst aus dem Versorgungsgebiet herauszunehmen, um damit den Zugang zu den Förderungen zu ermöglichen. Nicht zweimal, sondern dreimal versicherte Bürgermeister Dieter Pinggera, „dass dieser Beschluss, mit dem wir das Gebiet auf die derzeit versorgten Zonen einschränken, keineswegs eine Abkehr vom geplanten Vollausbau des Fernwärmenetzes in den Fraktionen darstellt.“ Das Versorgungsgebiet werde zu gegebener Zone für Zone bzw. Strang für Strang ausgedehnt. Pinggera, seines Zeichens auch Präsident der Fernheizwerk Schlanders GmbH, sagte, dass mit der Neuabgrenzung endlich auch ein Bauabschluss ermöglicht wird, sodass die restlichen 10% des Landesbeitrages für den Heizwerkbau - es geht immerhin um eine Summe von ca. 1,9 Mio. Euro - in Kürze fließen dürften. Die hoch verschuldete Fernheizwerk GmbH, die an einer Bilanzkonsolidierung bzw. Umschuldung arbeitet, kann dieses Geld gut gebrauchen.
Josef Laner
Josef Laner

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