Sie begleiten die Menschen (v.l.): Christine Gruber, Sandra Marson und Norbert Pilser von der Wohnbegleitung.
Schlüsselübergabe von Diego Corpetti (Sozialgenossenschaft, 2.v.r.) an (v.l.) Andreas Tappeiner, Martha Stocker und Karin Tschurtschenthaler.

Mit der Wohnbegleitung sicher ans Ziel

Dies ist auch für Menschen mit Beeinträchtigung wichtig. Mit einem gewissen Maß an Komfort.

Publiziert in 4 / 2018 - Erschienen am 6. Februar 2018

Latsch -  „Auch für Menschen mit Beeinträchtigung ist es wichtig, dass man im alltäglichen Leben Hilfe in Sachen Mobilität bekommt“, brachte es Andreas Tappeiner, der Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, auf den Punkt. Feierlich konnte im Biologischen Gartenanbau in Latsch vergangene Woche nämlich ein neuer Fiat Ducato übergeben werden. Und zwar an die Wohnbegleitung der Bezirksgemeinschaft Vinschgau. Ermöglicht wurde dies durch das Projekt „Mobilität in Südtirol“, initiiert von der Bozner Sozialgenossenschaft Solution. Bereits vor Weihnachten war ein solches Fahrzeug im Rahmen dieses Projekts der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Prad übergeben worden, wie Karin Tschurtschenthaler, Direktorin der Sozialdienste im Bezirk, erinnerte. Der Fahrzeugankauf wurde durch die Zusammenarbeit mehrerer Sponsoren ermöglicht, als Hauptgeldgeber zeichnete dabei der Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse VI.P verantwortlich. „Es ist wichtig, dass auch private Sponsoren diese Initiativen unterstützen“, lobte Sozial-Landesrätin Martha Stocker, die für die Fahrzeugübergabe extra nach Latsch gekommen war. Von den Strukturen im Biologischen Gartenbau und den dort arbeitenden und betreuten Menschen zeigte sie sich begeistert. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Leute in die Gesellschaft einbringen“, betonte Stocker. Die Struktur im Biologischen Gartenbau hatte sozusagen als Gastgeber für die feierliche Fahrzeugübergabe gedient. 

Wohnbegleitung als sozialpädagogische Maßnahme

Damit die Menschen auch sicher ans Ziel kommen, segnete der Latscher Pfarrer Johann Lanbacher den Kleinbus. Der Fiat steht der Wohnbegleitung zur Verfügung, Koordinatorin Christine Gruber und ihre beiden Mitarbeiter Sandra Marson sowie Norbert Pilser werden hauptsächlich damit unterwegs sein. „Die Wohnbegleitung ist eine sozialpädagogische Maßnahme, die auf die Förderung und den Erhalt der Selbstständigkeit von begleiteten Menschen im Alltag gerichtet ist“, erklärt Gruber. Die Wohnbegleitung richte sich an erwachsene Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie an andere Personen in schweren sozialen Notsituationen, die bestrebt sind, autonom zu leben. Die Fachkräfte der Wohnbegleitung fördern soziale Beziehungen und die Teilnahme an Freizeitaktivitäten und sind unter anderem beim Zugang zu eventuell notwendigen Diensten behilflich. „Die Unterstützung von 'Mobilität in Südtirol' und vor allem das soziale Engagement lokaler Betriebe tragen dazu bei, bedürftige Menschen in ihrer Entwicklung hin zu einer selbstständigen Lebensführung weiterhin zu unterstützen“, lobt Christine Gruber.

Michael Andres
Michael Andres
Vinschger Sonderausgabe

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