Ingrid Karlegger: „Auch der Frage, woher die Hackschnitzel für die Fernheizwerke herkommen, wollen wir heuer nachgehen.“

Mit Herzblut für Natur und Umwelt

Umweltschützer blicken zurück und nach vorne.

Publiziert in 10 / 2019 - Erschienen am 19. März 2019

Schlanders - Verkehr und Mobilität, ökologische Landwirtschaft, Förderung der Biodiversität, Schutz von Umwelt und Natur. Diese und weitere Themen und Anliegen standen im Vorjahr im Mittelpunkt der Tätigkeiten der  Umweltschutzgruppe Vinschgau (USGV). Mit Worten und Bildern blickten die Vorsitzende Ingrid Karlegger und etliche Vorstandmitglieder bei der Vollversammlung am 8. März im Landhotel „Anna“ in Schlanders auf Vorträge, Informationsveranstaltungen, Lehrfahrten, Ausflüge, Treffen, Workshops und andere Veranstaltungen zurück. Auch über das Projekt „Heckenverbund Malser Haide“ wurde informiert und die Initiative „Patenschaft für Schutzgebiete“. Derzeit gibt es für über 60 Schutzgebiete 26 Patinnen bzw. Paten. Für das Projekt „Biodiversitätsförderung im Vinschgau“ übernimmt laut Karlegger die VI.P die Trägerschaft. Erfreut gab man sich, dass der Nationalpark den Bau des Forstweges „Schweinböden“ in Prad negativ begutachtet hat. In Sachen Nationalpark-Plan teilte Albert Pritzi mit, dass darin u.a. die Untertunnelung des Stilfser Jochs und der Bau eines großen E-Werks in Sulden festgeschrieben seien. Abgesehen von diesen und anderen „Sorgen“ wertete der den Parkplan-Entwurf insgesamt als „nicht schlecht“. Verstärkt am Ball bleiben wollen die Umweltschützer im heurigen Jahr u.a. am Thema „Untertunnelung des Stilfser Jochs“. In Sachen Anbindung von Langtaufers an das Kaunertaler Gletscher-Skigebiet wurde kritisiert, dass seitens des Landes die Möglichkeit geschaffen wurde, Großvorhaben dieser Art trotz eines negativen Umwelt-Gutachtens einer sozio-ökonomischen Bewertung zu unterziehen. Eva Prantl und der Landtagsabgeordnete Hanspeter Staffler sprachen von einer „üblen Trickserei“. Gegen einen ökologischen Golfplatz, wie er in Glurns entstehen soll, haben die Umweltschützer nichts einzuwenden, allerdings sollten dafür keine Umweltgelder fließen. Waren es im Vorjahr Pestizid-Proben auf Kinderspielplätzen, so plant die USGV heuer 15 Urinproben. Zu den Kernthemen im heurigen Jahr gehören Verkehr und nachhaltige Mobilität, wobei u.a. Aktionen auf der Stilfser-Joch-Straße geplant sind, die Ökologisierung der Landwirtschaft und die Pestizidproblematik sowie die Sensibilisierung für den Erhalt und die Pflege von Natur und Biodiversität. Hanspeter Staffler sprach der USGV ein großes Kompliment aus: „Ihr seid die Speerspitze der Umweltbewegung in Südtirol.“ Für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung bedankt hat sich Ingrid Karlegger abschließend beim Dachverband für Natur- und Umweltschutz, beim Heimatpflegeverband Südtirol und den lokalen Heimatpflegevereinen, beim Alpenverein Südtirol, bei der Biologenvereinigung, den Bioverbänden und bei allen Spendern für die finanzielle Unterstützung.

Josef Laner
Josef Laner

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