Die Prachtstücke der Käfer-Sammlung von Franz Pircher; nur der „Malsr Bio Kefr“ (ganz rechts) ist noch nicht ganz ausgereift.

„Molsr Bio Kefr“

Publiziert in 22 / 2014 - Erschienen am 12. Juni 2014
Göflan - In der Gemeinde Mals soll vom 18. Juli bis zum 1. August darüber abgestimmt werden, ob die Ausbringung „sehr giftiger, giftiger, gesundheitsschädlicher und umweltschädlicher chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und Herbizide“ verboten werden soll. Franz Pircher aus Göflan, vulgo Murrn-Franz, widmet sich dem Thema Pestizide und weiteren Anliegen der Landwirtschaft auf seine, sprich ironische Art. Er will die Probleme mit eigens entwickelten Göflaner Marmor-Käfern lösen. „Die Untersuchungen in unseren Labors ergaben, dass mit Ausnahme des ‚Malsr Bio Kefrs’ bereits alle Käfer einsatzbereit sind“, scherzt Franz. Gegen den Besenwuchs kann man mit den Käfern ebenso erfolgreich vorgehen wie gegen den Schorf. Ein eigener Käfer vertilgt zudem ungute Sachen in den Böden. Der jüngste, funktionierende Käfer ist der „Göflaner Marmor Dino“, der auf Hagelnetze losgeht. Konkret könnte er in Glurns zum Einsatz kommen. Sein Erfinder: „Man braucht den ‚Dino’ nur auf die Stadtmauer zu stellen und schon rückt er allen Netzen und Folien im Umkreis der Stadtmauern zu Leibe.“ Den höchsten Wirkungsgrad erreiche man, wenn mehrere Käfer gleichzeitig auf derselben Fläche zum Einsatz kommen. Noch nicht ganz ausgereift sei hingegen der „Malsr Bio Kefr“. Er sei zwar grundsätzlich menschen- und tierfreundlich, aber darauf abgerichtet, jede Art von Pestiziden und Herbiziden zu fressen. Demnach gehe er auf alles los, was irgendwie mit Giften zu tun hat. Das könnte dazu führen, dass Tiere, die mit Antibiotika behandelt werden, oder Menschen, die Medikamente einnehmen oder Kosmetikartikel benützen, nicht „unbeschadet“ bleiben. Dieses störende Detail gelte es noch auszumerzen. sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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